Da haben wir 2020 endlich hinter uns gelassen, fast ein Jahr auf Urlaub und so viel verzichtet, damit alles bitteschön wieder »normal« werden würde. Und wie ist das jetzt mit dem ersehnten 2021? Der Sardinien-Urlaub sollte ja bitte schon klappen: Das war doch mit dem ollen Virus so abgesprochen!

Ja, wir wollen wieder verreisen. Reisen ist toll und hat ja auch für die Destinationen Vorteile. Ich kann das alles gut verstehen – ich habe auch eine ungestillte Reise-Sehnsucht und würde zu einigen Zielen (nicht nur auf Sardinien) am liebsten sofort aufbrechen. Mach ich aber nicht. Denn leider sieht es so aus, als wäre auch 2021 eine touristische Lustreise immer noch nicht das Sinnvollste, was Mensch tun kann. Gleichwohl halte ich die Augen und Ohren offen. Denn wenn es geht, dann bin ich dabei.

In jedem Fall ist Reisen aktuell eine große Unbekannte. Planungssicherheit für den Jahresurlaub? Fehlanzeige. Und selbst wer als Individualreisender spontan und unabhängig von Urlaubsplanungen ist, gerät leider im Moment an gesetzliche Grenzen, Vorgaben und Beschränkungen.

In Italien ist die Situation nicht wesentlich besser als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Das mal als Faustregel: Kannste nicht ohne weiteres an die Nordsee oder ins Skigebiet, könnte es auch in Richtung Mittelmeer schwierig sein.

Wo bitte, geht’s hier zum Urlaub?

Der Sardinien-Urlaub gerät so zum Experiment: Kann ich jetzt buchen? Darf ich dann reisen, wann ich will? Fliegt überhaupt was? Ist es sicher? Was muss ich tun? Ganz abgesehen von der Frage: Sollte ich?

Antworten für deine Situation kann dir auch ein schwarzes Schaf nicht geben. Bestimmungen ändern sich quasi täglich. Aber gleich gucken wir uns mal an, unter welchen Voraussetzungen eine Sardinien-Reise aktuell möglich ist.

Aber, erstmal eine gute Nachricht: Sardinien ist »zona bianca« – weiße Zone (ab 1. März 2021, erstmal bis auf weiteres).

Das heißt, neben den allgemeinen Schutzmaßnahmen (Maske, Abstand, etc) werden die Beschränkungen weitgehend aufgehoben (Ausnahmen gibt es noch in Kultur und Sport, warum weiß kein Mensch). Mehr zu den Zonen weiter unten.

Wird 2021 wie 2020?

Vermutlich wegen der Unsicherheit, wie sich das Virus und seine Varianten weiter entwickeln werden, begleitet uns das Thema noch ein Weilchen. Es gibt Anzeichen, dass sich 2020 wiederholt. Osterurlaub steht in den Sternen, erste Flüge wurden schon wieder gestrichen, es steht zu erwarten, dass Italien insgesamt orangene Zone wird.

Alles blickt auf den Sommer, weil man sich da sicher wähnt und da scheinbar weiß, wie der Hase läuft. Die Randmonate haben (wieder mal) das Nachsehen, obwohl mit ein bisschen Kreativität gerade dann einiges machbar wäre. Gerade in der Nebensaison wäre ein massenbefreites, individuelles Reisen von deutlich mehr Sicherheit geprägt, als das Öffnen von Diskotheken im Partymodus und überfüllte Strände, Plätze und Restaurants im Sommer. Das ist schonmal schief gegangen. Mit Blick auf einen Neustart / ripartenza ist diese Haltung besonders für die kleinen, einheimischen Anbieter im Hinterland extrem schwierig.

Lösungen auf Regierungsebene beschränken sich auch in Italien aktuell auf Impfpläne. Auch der EU-weite Impfpass bringt noch wenig Hoffnung: Werden bis Mai alle reisenden Bürger Europas geimpft sein? Eher nicht. Wenn impfen die Lösung ist, reist bislang nur die Oma mit ihrem Pfleger aus dem Altenheim und selbst im Mai vermutlich böse gesagt nur ein paar Senioren 😉

Der sardische Präsident Solinas hat mal wieder seine Idee von einem verpflichtenden Gesundheitspass (Impfung oder Negativtest) für Sardinien ausgepackt. Das ist auf Regionalebene allerdings im letzten Jahr schon zweimal vom Verwaltungsgericht gekippt worden. Das ist auch insofern latent sinnbefreit und provinziell, als dass man den Negativtest eh für die Einreise nach Italien braucht.

Auch faselt er wegen der “Zona Bianca” erneut was von “Isola Covid-free” – vergisst aber zu erwähnen, dass die englische Mutante des Virus bereits zirkuliert und ausgerechnet zwei touristische Hotspots (San Teodoro und La Maddalena) im Lockdown und “rote Zone” sind.

So ganz easy ist Reisen eben doch noch nicht.

Was nicht heißen soll, den Kopf in den Sand zu stecken. Auf Sardinien passiert gerade genau das Gegenteil.

Viele Gastronomen (die bis jetzt überlebt haben) und Museumsbetreiber auf der Insel haben längst neue Konzepte erarbeitet, setzen auf einen grünen und vorsichtigen Tourismus, mehr auf Qualität als auf Quantität. Die Menschen schauen vorwärts, weil nur da der Ausweg zu finden ist. Und sie freuen sich auf alle, die sie in all den feinen Museen und archäologischen Stätten, Restaurants, B&B, Agriturismi, Gasthäusern, Weingütern und und und willkommen heißen dürfen. Wichtig wäre, dass wir genau diese Angebote der Einheimischen annehmen und bewusster Reisen. Dazu gleich mehr.

Erstmal zur Machbarkeit: Ist ein Sardinien-Urlaub aktuell möglich?

Die aktuelle Lage für Reisende (Stand: 1. März 2021)

Aus dem Ausland einreisen, das geht aktuell unter bestimmten Voraussetzungen. Du brauchst für die Einreise nach ITALIEN:

  • Ausgefüllte Einreiseerklärung (Link zum Formular / PDF in italienischer Sprache), mit Angabe der Reisegründe, vorzulegen beim Beförderer (Fähre, Fluggesellschaft) oder an Kontrollpunkten (Grenzübergang, Polizeikontrollen, Hafendirektion).
  • Negativer PCR- oder Antigen-Test, nicht älter als 48 Stunden. Dabei gilt die Einreise nach Italien (und nicht, wann die Fähre nach Sardinien abfährt).
  • In Italien gilt ein Farbkonzept Gelb – Orange – Rot, das Risiken anzeigt. Sardinien ist weiße Zone, also mit geringen Fallzahlen / Risiko.
  • Der reibungslose Transit durch die italienischen Regionen ist möglich, wenn das Ziel der Reise sofort angesteuert wird. Willst / musst du einen Zwischenstopp in Norditalien machen, gelten die Bestimmungen der Region. Wer langsam nach Sardinien will, muss also je nach Route auf Lombardei, Piemont, Veneto, usw. gucken und sich dort entsprechend der Regeln verhalten.
  • Wer aus Österreich oder UK kommt, hat im Moment noch eine Quarantänepflicht.
  • Eine Verweigerung der Einreise ist möglich.
  • Einzelne Gemeinden können zur roten Zone werden (aktuell sind dies Bono, San Teodoro und La Maddalena).

Einige internationale Flughäfen setzen derzeit auf Schnelltests bei Ein- und Ausreise. Auf Sardinien ist das irgendwie, sagen wir, suboptimal organisiert. Es gibt derzeit aber eh kaum internationale Direktflüge auf die Insel. Corona gesellt sich da zu dem bereits vorhandenen Problem: dem fehlenden ganzjährigen Tourismuskonzept auf Sardinien.

Generell informieren sich Reisewütige auf diesen offiziellen Seiten:

  1. Auswärtiges Amt / Reise- und Sicherheitshinweise Italien
  2. Italienische Botschaft in Berlin / Einreisehinweise Italien
  3. Seite der italienischen Regierung / / FAQ zu den aktuellen Maßnahmen (IT) / Italienisches Außenministerium: Viaggiare Sicuri (IT)

Gelb, Orange und Rot – die aktuellen Bestimmungen in Italien

Da war's schön gelb. Welche Farbe hat Sardinien heute?
Da war’s schön gelb. Welche Farbe hat Sardinien heute?

In Italien gelten drei Farben: Bei Gelb (moderates Risiko) ist der Bewegungsradius auf die eigene Region beschränkt, bei Orange (mittleres Risiko) auf die eigene Gemeinde, bei Rot (hohes Risiko) auf die Wohnung.

» Sardinien ist derzeit die einzige Region in Italien mit Status “zona bianca”.

Das heißt: Du kannst dich auf der gesamten Insel relativ frei bewegen. Es gilt aber in Italien noch das Prinzip, nicht die Region zu wechseln – z. B. für eine Stippvisite auf dem Festland in Rom.

Vor allem maßgeblich für die Einordnung ist die Entwicklung bei Infektionen und Intensivkapazitäten. Letztere sind auf Sardinien eher gering – insofern ist der “weiße Status” durchaus mit Vorsicht zu betrachten. » Über aktuelle Infektionszahlen in Italien und auf Sardinien kannst du dich hier informieren.

Für den Fall dass die Farbe auch auf Sardinien wieder wechselt, hier die Bestimmungen der Zone Gelb:

  • Je nach Farbe haben auch Restaurants und Bars nur eingeschränkt oder nur zu Mitnahme / asporto geöffnet. In Zone Gelb bis 18 Uhr. Also ein schönes Essen eher zum Mittag als Abends einplanen (Tisch reservieren!) und den Aperitivo quasi als Nachtisch ansetzen 😉
  • Zudem besteht ein coprifuoco von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens – eine Art Ausgangssperre oder Sperrstunde, die das Nachtleben unterbinden soll.
  • Ausnahmen gibt es NUR aus Gründen der Gesundheit, Arbeit und anderen dringenden Notwendigkeiten. Es gilt auch die Rückkehr an einen dauerhaften, gemeldeten Wohnsitz / Zweitwohnsitz (ein gebuchtes Ferienhaus zählt also nicht dazu, selbst nicht, wenn du ein halbes Jahr darin wohnen willst).
  • Für die Ausnahmen muss eine autodichiarazione / Selbsterklärung ausgefüllt und mitgeführt werden. » Link zum Formular (PDF) in italienischer Sprache.

Welche Farbe die Regionen haben, erfährt man grundsätzlich aus den Nachrichten oder der Zeitung:

Der »touristische« Bewegungsradius

Die Vorgaben gelten übrigens für Urlauber und Ausländer genauso wie für italienische Staatsbürger, auch wenn der Durchgriff etwas schwieriger ist und man mit ausländischem Autokennzeichen ganz wohlwollend behandelt wird (ging mir bisher so).

Trotzdem müssen wir uns an die Vorgaben halten. 1. Aus Fairness gegenüber den Einheimischen, und/oder weil wir vielleicht sogar einen Sinn hinter manchen Maßnahmen sehen. 2. Weil’s Gesetz ist. Das ist wie mit Tempolimit: Wenns dir nicht passt, kannst du das ignorieren und hoffen, nicht kontrolliert zu werden. Ist aber deswegen nicht richtig. Strafen liegen durchschnittlich bei 400 – 500 Euro.

Die Bestimmungen schränken deinen touristischen Bewegungshorizont ein. Nehmen wir an, du kommst auf Sardinien in deiner Ferienwohnung an:

  • Ist Sardinien »rote Zone«, kauf am besten sofort für die Zeit deines Urlaubs ein, schließ dich im Ferienhaus ein und frag dich auch gleich, was du überhaupt da machst.
  • Ist Sardinien »orangene Zone« darfst du immerhin raus – aber das Gemeindegebiet nicht verlassen. Auch hier wirst du zum Selbstversorger: abends ins Restaurant ist nicht, höchstens ne Pizza zum Mitnehmen. Oder Mittagessen in einzelnen Restaurants deiner Gemeinde. Den abendlichen Aperitivo musst du vermutlich in deinem Feriendomizil einnehmen. Das Höchste der Dolce-Vita-Urlaubsgefühle ist das nicht.
  • Ist Sardinien wieder »gelbe Zone«, darfst du überall auf der Insel hinfahren, und vielleicht öffnen sogar Restaurants, Museen, archäologische Stätten. Wobei das ohne Touristen so eine Sache ist, und im Einzelfall stehst du sicher vor verschlossenen Türen. Und Du musst um 22 Uhr wieder in deinem Feriendomizil sein.
ine, gemütliche Trattorien haben es im Moment besonders schwer (Foto: Domu Mea in Olbia).
Kleine, gemütliche Trattorien haben es im Moment besonders schwer (auf dem Foto mein Tipp, wenn’s wieder losgeht: das Domu Mea in Olbia).

Ich finde ja, auch “Orange” ist auf Sardinien ganz gut zu ertragen, zumindest als Naturfreund. Niemand hindert dich an ausgedehnten Spaziergängen. Auch, wenn mir natürlich fehlt, spontan mit Freunden in einer gemütlichen Trattoria zu sitzen oder in einer kleinen Weinbar Cannonau zu trinken. Gerade die kleinen, entzückenden Orte leiden ja besonders unter den Vorgaben: Einige können schlicht nicht den Abstand einhalten und dabei auch noch wirtschaftlich arbeiten.

Aber was den Freizeitwert in der Natur betrifft, sind kaum Einschränkungen da. Mein Freund sagte: “Wo soll ich mich denn anstecken? Hier gibts doch nur Gestrüpp und vier Schafe.” Ich entdecke also derzeit Olbia und Umgebung. Da wird auch mal der ein oder andere Zaun zum Gigantengrab übersprungen, weil die archäologische Stätte offiziell geschlossen ist. Aber das hab ich auch vor Corona schon gemacht, psssst! 😉

Um der Seele etwas Gutes zu tun, braucht es jedenfalls meistens nicht viel. Vor allem kein strammes Reiseprogramm (obwohl eine Rundreise auf Sardinien natürlich toll ist!). Ich bin in meinem aktuellen ca. 20-Kilometer-Radius schon auf so manche Überraschung gekommen. Das kannte ich schon aus dem ersten Lockdown (da war ich in Schleswig-Holstein, habe ein Hünengrab quasi gleich hinterm Haus entdeckt und ein kleines, wunderbares Naturschutzgebiet an der Eider).

» Buchtipp zwischendurch: Slow Travel von Dan Kieran. Darin fand ich schon vor Jahren viel Inspiration, wie man Nahziele zu schätzen lernt. » Kindle-Version bei amazon.de (Affiliate Link)

Tja, und Dank der Maßnahmen (wer will, findet in allem was Positives) habe ich einen neuen Lieblingsplatz: ein kleiner Wasserfall in Olbias Hinterland. Wasserrauschen, Bewegung und ein paar Sonnenstrahlen – und schon ist Corona vergessen.

Wasserfall im Hinterland von Olbia: Social Distancing made easy ;)
Wasserfall im Hinterland von Olbia: Social Distancing made easy 😉

Ach so, Corona … wie ist das denn nun? Leben, arbeiten und verreisen wir trotz, mit, oder nach Corona? Müssen wir mit dem Virus leben und uns an Maske & Co. gewöhnen?

Sardinien-Urlaub im Corona-Schatten

Ich glaube: Ja. Wir reisen, aber das Thema wird uns erstmal weiter begleiten. Sicher bekommt man COVID19 medizinisch irgendwann in den Griff. Da bin ich ganz zuversichtlich, das hat für AIDS ja auch halbwegs geklappt, brauchte aber seine Zeit. Impfungen haben schon andere Krankheiten ausgerottet, funktionieren aber nur wenn alle mitmachen. Anzunehmen, ist, dass auch das neue Coronavirus wie andere Viren endemisch, also heimisch wird. Ich fand, dieses Video von Mailab: So endet Corona fasst das ganz gut zusammen.

Aber das grundlegende Problem ist ja deswegen nicht gelöst …

Nehmen wir mal für einen Moment an, dass Corona nicht das letzte fiese Virus ist, das uns Leben und Reisen verhageln könnte. Und nehmen wir auch an, dass wir Menschen nicht ganz unschuldig an der Entstehung von Zoonosen sind:

»Der im Juli 2020 veröffentlichte gemeinsame Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des International Livestock Research Institute (ILRI) verdeutlicht, dass das Risiko von Zoonosen in Zukunft steigen könnte. Der Report verweist auf sieben Punkte, die Zoonosen begünstigen, darunter die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten, die zunehmende Nutzung und Ausbeutung von Wildtieren durch Jagd und Handel sowie der Klimawandel.« (Quellen: peta.de / UNEP/ILRI-Report / Exkurs: Was sind Zoonosen?)

Dazu zwei schwarzschafige Nachdenk-Brocken:

  1. Wenn das »neue Normal« immer noch dieses globale Risiko beinhaltet und zudem im »alten Normal« ja nicht alles nachhaltig, grün und perfekt war – warum sollte dann Reisen, Urlaub, Feiern – was auch immer – plötzlich einfacher werden?
  2. Wenn wir erwarten, dass der Staat / die Regierungen alles für uns regeln, wir aber nicht unser eigenes Lebensmodell überdenken und WIR nicht UMDENKEN – warum sollte sich etwas ändern?

Und wenn wir zudem im Sommer verrückt spielen, in unseren Touristendörfern bleiben oder gar »Ballermann reloaded« buchen, dann haben wir grad gar nichts aus der Pandemie gelernt. Aber das mag jede:r für sich beurteilen. Ich schließe aus all dem: Es bleibt einfach noch konfus.

Darum gleich mal ein positiver Ausblick und Ausweg: Für den Sardinien-Urlaub gibt es eine Lösung. Und zwar schon heute. Das Konzept ist zudem trotz gesetzlicher Bestimmungen weit weg von irgendwelchen Zwängen und Einschränkungen.

Gaaanz natürlich: Ziegen in der Gallura
Gaaanz natürlich: Ziegen in der Gallura

Auf Sardinien war und ist schon immer möglich, sicher und auf natürliche Weise zu reisen. Wir Reisende müssten eigentlich nur anspruchsvoller werden und Wert auf Echtheit und Nachhaltigkeit legen.

Mein schwarzschafiger Vorschlag für einen Sardinien-Urlaub – egal ob ohne, trotz, mit, nach oder wegen Corona – wäre:

  1. Authentische und nachhaltige Alternativen zum Konsum- und Strand-Tourismus bevorzugen
  2. Natur- und Kulturbewusstsein bei der Reiseplanung
  3. Alle Regionen der Insel und das gesamte Jahr als echte Urlaubsoptionen annehmen

Wenn du dich von dieser schwarzschafigen Reisephilosophie angesprochen fühlst, sind vielleicht diese Artikel (beide im Einfluss des ersten Lockdown entstanden) auch deine Kragenweite:

Das Schöne ist, der wahre Schatz Sardiniens äußert sich ja in Dingen, die glücklicherweise immer da waren: Gastfreundliche Menschen, unverfälschte Traditionen, profunder Frieden in spektakulärer Natur.

Ich habe in diesem Jahr schon mit einigen meiner lieb gewonnenen, einheimischen Gastgeber und Kulturschaffenden gesprochen. gesprochen und es gibt eine ganz wunderbare positive Stimmung. Natürlich hat es Kulturbetriebe – wie auch in anderen Ländern – richtig kalt erwischt und einige mussten aufgeben. Aber im Grunde wären alle motiviert, sofort neu zu starten. Ich habe sogar einen kennengelernt, der sein Restaurant mitten in der Krise eröffnet hat (die Abbamela Osteria in Mamoiada). Da wird sich was tun, da bin ich ganz sicher.

Und wenn wir da mitmachen, steht der ripartenza, einem gesunden und natürlichen Neustart der Insel und einem wundervollen, sicheren Sardinien-Urlaub nichts im Wege.

Und was deine Reisepläne 2021 betrifft, ist der beste Tipp, den ich dir geben kann: Versuch, so spontan wie möglich zu sein. Beobachte allgemeine Entwicklungen, warte ab, entscheide auch erst 1-2 Wochen vorher oder wenn du dir Preise sichern willst: Achte darauf, Rücktrittsmöglichkeiten zu haben. Rechne auch mit Stornos seitens der Anbieter.

Das letzte Jahr hat uns aber auch gelehrt: Es gibt für alles eine Lösung und es geht immer irgendwie vorwärts. Also: Abwarten und Cannonau trinken 😉

Alles Gute, bleib gesund und fröhlich!

Nicole Raukamp ist Buchautorin, Beraterin und Bloggerin (aka "pecora nera"). Sie organisiert und begleitet fundierte Fachreisen und entwirft erlebnisreiche Events und höchst individuelle Reiserouten - authentisch, nachhaltig, an Land und zu Wasser auf Sardinien im ganzen Jahr. Außerdem unterstützt sie Unternehmen/r bei geschäftlichen Aktivitäten und Vorhaben auf Sardinien, hilft sardischen Unternehmen und Anbietern bei ihrem Eintritt in den deutschsprachigen Markt.

5 Comments

  1. Beate Druschel

    10. Februar 2021 at 16:43

    Salve pecora nera ,ich lese immer voll Freude deine Berichte und hoffe ,dass du in dieser corona Zeit -Zeit findest für die Beendigung deines Buches Sa sardigna.wir mein mann und ich sind 70 Jahre und ziehen Mitte mai nach Porto san Paolo,erstmal für 4 Jahre.wir werden domicilio anmelden und dann weitersehen.ich hoffe,nachdem wir uns im gemieteten Haus eingerichtet haben,uns etwas intensiver mit Umweltschutz (wir sind beide Sporttaucher und haben ein tolles Diving Center in Porto -Tavolara Diving )und dann ,wenn’s denn klappt einen Austausch Ort für sardische und deutsche Künstler auf die Reihe zu bekommen.ich habe 30 Jahre immer bei meinen Ausstellungen auch andere Künstler mit ausgestellt und würde das gerne fortsetzen wollen. Ja ,ich spreche italienisch,habe einige Jahre auf ischia verbracht und kann gut nachvollziehen,die Grammatik ist ätzend,da gehe ich irgendwann auch mal richtig dran 😂. Jetzt muss ich mich ja eher mit dem auflösen und vermieten unsere Wohnung beschäftigen 🙈ein Standort in Deutschland behalten wir aus vielerlei Gründen,bei einem unsere Kinder haben wir unseren Wohnsitz .wir sind Wohnmobil Fahrer und das soll auch so bleiben,auf dieser Insel ist soviel zu entdecken,manchmal denke ich ,die Zeit reicht nicht .🙈so bin ich nun ins plaudern gekommen,wollte doch eigentlich nur meine Freude über deinen Blog Ausdruck verleihen.vielleicht hören wir mal voneinander und bleib weiterhin so kreativ,optimistisch und vor allem gesund .die Beate mit herzlichen Grüßen aus dem vereisten Langenfeld-Rheinland 🥶🥶🥶🥶

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    • pecora nera

      10. Februar 2021 at 18:21

      Ganz lieben Dank für deine Nachricht und die Blumen 🙂 Stimmt, ist keine einfache Zeit, aber immerhin alles ziemlich spannend. Glückwunsch zur Entscheidung, nach Sardinien zu ziehen. Das ist nicht der schlechteste Ort, um sowas auszusitzen 😉 Alles Gute für dich / euch!

      Reply
  2. Peter Dittus

    1. März 2021 at 11:51

    Herzlichen Dank erst mal für die Tips auf der Website. Wirklich super, pecora nera! Ich möchte auf eigenem Boot Ende April nach Sardinien kommen. Nach dem heutigen Stand: geht das überhaupt, und kann man den Test immer noch bei der Ankunft in Alghero oder Olbia machen? Unsere kleine Yacht würde mit der 48 Stunden Regel wohl kaum klar kommen… Natürlich kann sich alles noch ändern, wir sehen das sowieso kurzfristig – kommen direkt vom französischen Festland. Danke!

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    • pecora nera

      1. März 2021 at 15:03

      Stand heute (1.3.) hat sich sowieso schon wieder was geändert – Sardinien ist zona bianca, Zone mit geringem Risiko / Fallzahlen. Allerdings ist ein Test für die Einreise nach Italien obligatorisch und man kann den auch im Hafen machen (in Castelsardo zum Beispiel wäre direkt eine Teststation). Kennst du diesen Artikel auf meiner Segel-Seite? Habe ihn grob aktualisiert: https://segelrevier-sardinien.de/coronavirus-was-muss-ich-beim-segeln-nach-und-rund-sardinien-beachten/ … Ich meine, Frankreich zählt nicht als Risikogebiet, nur Korsika – aber das kann ich grad nicht belegen … Am besten, so 1-2 Wochen vorher nochmal die Lage checken. Ggf. wird ja auch dieser EU-weite Impfpass durchgesetzt (wobei das bis Ende April sportlich ist, ich sehe das eher im Sommer).

      Reply
      • Peter Dittus

        2. März 2021 at 07:40

        Vielen Dank, super! Wenn man den Test im Hafen machen kann (und Castelsardo ist natürlich ideal), ist ja alles paletti. Dank auch für den Hinweis auf Marians Film – war interessant, die Gegend mal von oben und unten zu sehen!

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