Da haben wir 2020 endlich hinter uns gelassen, fast ein Jahr auf Urlaub und so viel verzichtet, damit alles bitteschön wieder »normal« werden würde. Und wie ist das jetzt mit dem ersehnten 2021? Der Sardinien-Urlaub sollte ja bitte schon klappen: Das war doch mit dem ollen Virus so abgesprochen!

Ja, wir wollen wieder verreisen. Reisen ist toll und hat ja auch für die Destinationen Vorteile. Ich kann das alles gut verstehen – ich habe auch eine ungestillte Reise-Sehnsucht und würde zu einigen Zielen (nicht nur auf Sardinien) am liebsten sofort aufbrechen. Mach ich aber nicht. Denn leider sieht es so aus, als wäre auch 2021 eine touristische Lustreise immer noch nicht das Sinnvollste, was Mensch tun kann. Gleichwohl halte ich die Augen und Ohren offen. Denn wenn es geht, dann bin ich dabei.

In jedem Fall ist Reisen aktuell eine große Unbekannte. Planungssicherheit für den Jahresurlaub? Fehlanzeige. Und selbst wer als Individualreisender spontan und unabhängig von Urlaubsplanungen ist, gerät leider im Moment an gesetzliche Grenzen, Vorgaben und Beschränkungen. In Italien ist die Situation da nicht wesentlich besser als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Das mal als Faustregel: Kannste nicht ohne weiteres an die Nordsee oder ins Skigebiet, könnte es auch in Richtung Mittelmeer schwierig sein.

Wo bitte, geht’s hier zum Urlaub?

Der Sardinien-Urlaub gerät so zum Experiment: Kann ich jetzt buchen? Darf ich dann reisen, wann ich will? Fliegt überhaupt was? Ist es sicher? Was muss ich tun? Ganz abgesehen von der Frage: Sollte ich?

Antworten für deine Situation kann dir auch ein schwarzes Schaf nicht geben. Bestimmungen ändern sich quasi täglich. Aber gleich gucken wir uns mal an, unter welchen Voraussetzungen eine Sardinien-Reise aktuell möglich ist.

Nach Ostern wurde Sardinien wieder zur „Roten Zone / zona rossa“ – damit ist der Bewegungsradius auf der Insel stark eingeschränkt. Ganz Italien bleibt gemäss Beschluss bis Anfang Mai für den Tourismus geschlossen – Quelle: ansa.it

Die allgemeinen Schutzmaßnahmen (Maske, Abstand, etc) gelten unverändert. Mehr zu den Zonen weiter unten.

Wird 2021 wie 2020?

Vermutlich wegen der Unsicherheit, wie sich das Virus und seine Varianten weiter entwickeln werden, begleitet uns das Thema noch ein Weilchen. Es gibt Anzeichen, dass sich 2020 wiederholt. Osterurlaub fällt aus, erste Flüge wurden schon wieder gestrichen. Und: Für Ausländer gilt auf italienischem Staatsgebiet gleiches Recht wie für Italiener. Nur, weil es einige Lücken in den Kontrollen gibt, heißt das nicht, dass Touristen einen Freibrief haben.

Alles blickt auf den Sommer, weil man sich da sicher wähnt und da scheinbar weiß, wie der Hase läuft. Die Randmonate haben (wieder mal) das Nachsehen, obwohl mit ein bisschen Kreativität gerade dann einiges machbar wäre. Gerade in der Nebensaison wäre ein massenbefreites, individuelles Reisen von deutlich mehr Sicherheit geprägt, als das Öffnen von Diskotheken im Partymodus und überfüllte Strände, Plätze und Restaurants im Sommer. Das ist schonmal schief gegangen. Mit Blick auf einen Neustart / ripartenza ist diese Haltung besonders für die kleinen, einheimischen Anbieter im Hinterland extrem schwierig.

Lösungen auf Regierungsebene beschränken sich auch in Italien aktuell auf Impfpläne. Auch der EU-weite Impfpass bringt noch wenig Hoffnung: Werden bis Mai alle reisenden Bürger Europas geimpft sein? Eher nicht. Wenn impfen die Lösung ist, reist bislang nur die Oma mit ihrem Pfleger aus dem Altenheim und selbst im Mai vermutlich böse gesagt nur ein paar Senioren 😉

Der sardische Präsident Solinas hat mal wieder seine Idee von einem verpflichtenden Gesundheitspass (Impfung oder Negativtest) für Sardinien ausgepackt. Das ist auf Regionalebene allerdings im letzten Jahr schon zweimal vom Verwaltungsgericht gekippt worden. Das ist auch insofern latent sinnbefreit, als dass man den Negativtest eh für die Einreise nach Italien braucht. Da geht es vielmehr um das Reisen zwischen den italienischen Regionen (die aber bis inkl. 27. März eh untersagt sind). Insofern – Abwarten was passiert.

Auch faselt Solina gern was (zuletzt wegen der „Zona Bianca„, wegen geringer Fallzahlen im März) von „Isola Covid-free“ – vergisst aber zu erwähnen, dass die englische Mutante des Virus bereits zirkuliert und ausgerechnet einige touristische Hotspots (San Teodoro, Golfo Aranci und La Maddalena) im Lockdown und „rote Zone“ sind / waren.

So ganz easy ist Reisen eben doch noch nicht.

Was nicht heißen soll, den Kopf in den Sand zu stecken. Auf Sardinien passiert gerade genau das Gegenteil.

Viele Gastronomen (die bis jetzt überlebt haben) und Museumsbetreiber auf der Insel haben längst neue Konzepte erarbeitet, setzen auf einen grünen und vorsichtigen Tourismus, mehr auf Qualität als auf Quantität. Die Menschen schauen vorwärts, weil nur da der Ausweg zu finden ist. Und sie freuen sich auf alle, die sie in all den feinen Museen und archäologischen Stätten, Restaurants, B&B, Agriturismi, Gasthäusern, Weingütern und und und willkommen heißen dürfen. Wichtig wäre, dass wir genau diese Angebote der Einheimischen annehmen und bewusster Reisen. Dazu gleich mehr.

Erstmal zur Machbarkeit: Ist ein Sardinien-Urlaub aktuell möglich?

Die aktuelle Lage für Reisende (Stand: Mitte April)

Alle Angaben ohne Gewähr – ich halte das nicht unbedingt tagesaktuell, weil sich auch ständig etwas ändern kann. Generell informieren sich Reisewütige auf diesen offiziellen Seiten:

  1. Auswärtiges Amt / Reise- und Sicherheitshinweise Italien
  2. Italienische Botschaft in Berlin / Einreisehinweise Italien
  3. Seite der italienischen Regierung / / FAQ zu den aktuellen Maßnahmen (IT) / Italienisches Außenministerium: Viaggiare Sicuri (IT)

Aus dem Ausland einreisen, geht aktuell unter bestimmten Voraussetzungen. Du brauchst für die Einreise nach ITALIEN:

  • Ausgefüllte Einreiseerklärung nach Italien (Link zum Formular / PDF in italienischer Sprache), mit Angabe der Reisegründe, vorzulegen beim Beförderer (Fähre, Fluggesellschaft) oder an Kontrollpunkten (Grenzübergang, Polizeikontrollen, Hafendirektion).
  • Online-Registrierung bei der Region Sardinien unter Angabe von Reisegründen und Aufenthaltsort / Alternativ über die App „Sardigna Sicura“
  • Negativer PCR- oder Antigen-Test, nicht älter als 48 Stunden. Dabei gilt die Einreise nach Italien (und nicht, wann die Fähre nach Sardinien abfährt).
  • Die Reise (und Bewegung auf Sardinien) ist nur aus Gründen der Gesundheit, Arbeit und anderen dringenden Notwendigkeiten erlaubt. Es gilt auch die Rückkehr an einen dauerhaften, gemeldeten Wohnsitz / Zweitwohnsitz (ein gebuchtes Ferienhaus zählt nicht dazu, selbst nicht, wenn du ein halbes Jahr darin wohnen willst).
  • In Italien gilt ein Farbkonzept von Weiß / zona bianca bis Rot / zona rossa, das Risiken anzeigt. Sardinien war im März für drei Wochen weiße Zone, also mit geringen Fallzahlen / Risiko. Sardinien ist aktuell in der roten Zone / zona rossa. Übrigens: Gelb / zona gialla wurde kurzerhand über Ostern abgeschafft. Logik hin oder her.
  • Das Reisen zwischen den Regionen ist bis 30. April nicht gestattet. Willst / musst du einen Zwischenstopp in Norditalien machen, gelten die Bestimmungen der dortigen Region.
  • Obligatorische Quarantäne von 5 Tagen (direkte Durchreise an den Zielort ist gestattet) 
  • Eine Verweigerung der Einreise ist möglich.

Einige internationale Flughäfen bieten Schnelltests bei Ein- und Ausreise an. Es gibt derzeit aber eh kaum internationale Direktflüge auf die Insel. Corona gesellt sich da zu dem bereits vorhandenen Problem: dem fehlenden ganzjährigen Tourismuskonzept auf Sardinien.

Kein Gelb, aber Weiß, Orange und Rot – die aktuellen Bestimmungen in Italien

Da war's schön gelb. Welche Farbe hat Sardinien heute?
Gelb – das war einmal. Welche Farbe hat Sardinien heute?

In Italien gelten drei Farben: Bei Gelb (moderates Risiko) ist der Bewegungsradius auf die eigene Region (also in dem Fall Sardinien) beschränkt, bei Orange (mittleres Risiko) auf die eigene Gemeinde (dein Ferienort), bei Rot (hohes Risiko) auf die Wohnung.

Vor allem maßgeblich für die Einordnung ist die Entwicklung bei Infektionen und Intensivkapazitäten. Letztere sind auf Sardinien eher gering – insofern ist jeder Status und jede Entwicklung mit Vorsicht zu betrachten. » Über aktuelle Infektionszahlen in Italien und auf Sardinien kannst du dich hier informieren.

Hier noch ganz grob die Bestimmungen der Zone Orange:

  • Bewegungsradius ist die Gemeinde des Wohnsitzes (im Falle von Urlaubern: der bei Registrierung angegebene Ferienort)
  • Für die Ausnahmen (Reise aus triftigem Grund) muss für jede Bewegung auf der Insel eine autodichiarazione / Selbsterklärung ausgefüllt und mitgeführt werden. » Link zum Formular (PDF) in italienischer Sprache.
  • Restaurants und Bars haben nur zu Mitnahme / asporto geöffnet.
  • Coprifuoco von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens – eine Art Ausgangssperre oder Sperrstunde, die das Nachtleben unterbinden soll.

Welche Farbe die Regionen haben, erfährt man grundsätzlich aus den Nachrichten oder der Zeitung:

Der »touristische« Bewegungsradius

Die Vorgaben gelten übrigens für Urlauber und Ausländer genauso wie für italienische Staatsbürger, auch wenn der Durchgriff etwas schwieriger ist und man mit ausländischem Autokennzeichen ganz wohlwollend behandelt wird (ging mir bisher so).

Trotzdem müssen wir uns an die Vorgaben halten. 1. Aus Fairness gegenüber den Einheimischen, und/oder weil wir vielleicht sogar einen Sinn hinter manchen Maßnahmen sehen. 2. Weil’s Gesetz ist. Das ist wie mit Tempolimit: Wenns dir nicht passt, kannst du das ignorieren und hoffen, nicht kontrolliert zu werden. Ist aber deswegen nicht richtig. Strafen liegen durchschnittlich bei 400 – 500 Euro. Ich frag mich tatsächlich, warum man nicht einfach nochmal abwarten kann.

Die Bestimmungen schränken deinen touristischen Bewegungshorizont ein. Nehmen wir an, du kommst auf Sardinien in deiner Ferienwohnung an:

  • Ist Sardinien »rote Zone«, kauf am besten sofort für die Zeit deines Urlaubs ein, schließ dich im Ferienhaus ein und frag dich auch gleich, was du überhaupt da machst.
  • Ist Sardinien »orangene Zone« darfst du immerhin raus – aber das Gemeindegebiet nicht verlassen. Auch hier wirst du zum Selbstversorger: abends ins Restaurant ist nicht, höchstens ne Pizza zum Mitnehmen. Oder Mittagessen in einzelnen Restaurants deiner Gemeinde. Den abendlichen Aperitivo musst du vermutlich in deinem Feriendomizil einnehmen. Und immer um 22 Uhr Zuhause sein. Das Höchste der Dolce-Vita-Urlaubsgefühle ist das nicht.
  • Boote dürfen die Häfen übrigens nicht verlassen, da sie damit quasi automatisch das Gemeindegebiet verlassen und „in circolazione“ sind. Triftige Gründe, unterwegs zu sein, gibt es vermutlich auch nur ganz ganz wenige (z. B. Transportfahrt auf direktem Weg in die Werft – mehr Infos für Segler auf » www.segelrevier-sardinien.de).
ine, gemütliche Trattorien haben es im Moment besonders schwer (Foto: Domu Mea in Olbia).
Kleine, gemütliche Trattorien haben es im Moment besonders schwer (auf dem Foto mein Tipp, wenn’s wieder losgeht: das Domu Mea in Olbia).

Ich finde ja, auch „Orange“ ist auf Sardinien ganz gut zu ertragen, zumindest als Naturfreund. Niemand hindert dich an ausgedehnten Spaziergängen. Auch, wenn mir natürlich fehlt, spontan mit Freunden in einer gemütlichen Trattoria zu sitzen oder in einer kleinen Weinbar Cannonau zu trinken. Gerade die kleinen, entzückenden Orte leiden ja besonders unter den Vorgaben: Einige können schlicht nicht den Abstand einhalten und dabei auch noch wirtschaftlich arbeiten.

Aber was den Freizeitwert in der Natur betrifft, sind kaum Einschränkungen da. Mein Freund sagte: „Wo soll ich mich denn anstecken? Hier gibts doch nur Gestrüpp und vier Schafe.“ Ich entdecke also derzeit Olbia und Umgebung. Da wird auch mal der ein oder andere Zaun zum Gigantengrab übersprungen, weil die archäologische Stätte offiziell geschlossen ist. Aber das hab ich auch vor Corona schon gemacht, psssst! 😉

Um der Seele etwas Gutes zu tun, braucht es jedenfalls meistens nicht viel. Vor allem kein strammes Reiseprogramm (obwohl eine Rundreise auf Sardinien natürlich toll ist!). Ich bin in meinem aktuellen ca. 20-Kilometer-Radius schon auf so manche Überraschung gekommen. Das kannte ich schon aus dem ersten Lockdown (da war ich in Schleswig-Holstein, habe ein Hünengrab quasi gleich hinterm Haus entdeckt und ein kleines, wunderbares Naturschutzgebiet an der Eider).

» Buchtipp zwischendurch: Slow Travel von Dan Kieran. Darin fand ich schon vor Jahren viel Inspiration, wie man Nahziele zu schätzen lernt. » Kindle-Version bei amazon.de (Affiliate Link)

Tja, und Dank der Maßnahmen (wer will, findet in allem was Positives) habe ich einen neuen Lieblingsplatz: ein kleiner Wasserfall in Olbias Hinterland. Wasserrauschen, Bewegung und ein paar Sonnenstrahlen – und schon ist Corona vergessen.

Wasserfall im Hinterland von Olbia: Social Distancing made easy ;)
Wasserfall im Hinterland von Olbia: Social Distancing made easy 😉

Ach so, Corona … wie ist das denn nun? Leben, arbeiten und verreisen wir trotz, mit, oder nach Corona? Müssen wir mit dem Virus leben und uns an Maske & Co. gewöhnen?

Sardinien-Urlaub im Corona-Schatten

Ich glaube: Ja. Wir reisen, aber das Thema wird uns erstmal weiter begleiten. Sicher bekommt man COVID19 medizinisch irgendwann in den Griff. Da bin ich ganz zuversichtlich, das hat für AIDS ja auch halbwegs geklappt, brauchte aber seine Zeit. Impfungen haben schon andere Krankheiten ausgerottet, funktionieren aber nur wenn alle mitmachen. Anzunehmen, ist, dass auch das neue Coronavirus wie andere Viren endemisch, also heimisch wird. Ich fand, dieses Video von Mailab: So endet Corona fasst das ganz gut zusammen.

Aber das grundlegende Problem ist ja deswegen nicht gelöst …

Nehmen wir mal für einen Moment an, dass Corona nicht das letzte fiese Virus ist, das uns Leben und Reisen verhageln könnte. Und nehmen wir auch an, dass wir Menschen nicht ganz unschuldig an der Entstehung von Zoonosen sind:

»Der im Juli 2020 veröffentlichte gemeinsame Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des International Livestock Research Institute (ILRI) verdeutlicht, dass das Risiko von Zoonosen in Zukunft steigen könnte. Der Report verweist auf sieben Punkte, die Zoonosen begünstigen, darunter die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten, die zunehmende Nutzung und Ausbeutung von Wildtieren durch Jagd und Handel sowie der Klimawandel.« (Quellen: peta.de / UNEP/ILRI-Report / Exkurs: Was sind Zoonosen?)

Dazu zwei schwarzschafige Nachdenk-Brocken:

  1. Wenn das »neue Normal« immer noch dieses globale Risiko beinhaltet und zudem im »alten Normal« ja nicht alles nachhaltig, grün und perfekt war – warum sollte dann Reisen, Urlaub, Feiern – was auch immer – plötzlich einfacher werden?
  2. Wenn wir erwarten, dass der Staat / die Regierungen alles für uns regeln, wir aber nicht unser eigenes Lebensmodell überdenken und WIR nicht UMDENKEN – warum sollte sich etwas ändern?

Und wenn wir zudem im Sommer verrückt spielen, in unseren Touristendörfern bleiben oder gar »Ballermann reloaded« buchen, dann haben wir grad gar nichts aus der Pandemie gelernt. Aber das mag jede:r für sich beurteilen. Ich schließe aus all dem: Es bleibt einfach noch konfus.

Darum gleich mal ein positiver Ausblick und Ausweg: Für den Sardinien-Urlaub gibt es eine Lösung. Und zwar schon heute. Das Konzept ist zudem trotz gesetzlicher Bestimmungen weit weg von irgendwelchen Zwängen und Einschränkungen.

Gaaanz natürlich: Ziegen in der Gallura
Gaaanz natürlich: Ziegen in der Gallura

Auf Sardinien war und ist schon immer möglich, sicher und auf natürliche Weise zu reisen. Wir Reisende müssten eigentlich nur anspruchsvoller werden und Wert auf Echtheit und Nachhaltigkeit legen.

Mein schwarzschafiger Vorschlag für einen Sardinien-Urlaub – egal ob ohne, trotz, mit, nach oder wegen Corona – wäre:

  1. Authentische und nachhaltige Alternativen zum Konsum- und Strand-Tourismus bevorzugen
  2. Natur- und Kulturbewusstsein bei der Reiseplanung
  3. Alle Regionen der Insel und das gesamte Jahr als echte Urlaubsoptionen annehmen

Wenn du dich von dieser schwarzschafigen Reisephilosophie angesprochen fühlst, sind vielleicht diese Artikel (beide im Einfluss des ersten Lockdown entstanden) auch deine Kragenweite:

Das Schöne ist, der wahre Schatz Sardiniens äußert sich ja in Dingen, die glücklicherweise immer da waren: Gastfreundliche Menschen, unverfälschte Traditionen, profunder Frieden in spektakulärer Natur.

Ich habe in diesem Jahr schon mit einigen meiner lieb gewonnenen, einheimischen Gastgeber und Kulturschaffenden gesprochen. gesprochen und es gibt eine ganz wunderbare positive Stimmung. Natürlich hat es Kulturbetriebe – wie auch in anderen Ländern – richtig kalt erwischt und einige mussten aufgeben. Aber im Grunde wären alle motiviert, sofort neu zu starten. Ich habe sogar einen kennengelernt, der sein Restaurant mitten in der Krise eröffnet hat (die Abbamela Osteria in Mamoiada). Da wird sich was tun, da bin ich ganz sicher.

Und wenn wir da mitmachen, steht der ripartenza, einem gesunden und natürlichen Neustart der Insel und einem wundervollen, sicheren Sardinien-Urlaub nichts im Wege.

Und was deine Reisepläne 2021 betrifft, ist der beste Tipp, den ich dir geben kann: Versuch, so spontan wie möglich zu sein. Beobachte allgemeine Entwicklungen, warte ab, entscheide auch erst 1-2 Wochen vorher oder wenn du dir Preise sichern willst: Achte darauf, Rücktrittsmöglichkeiten zu haben. Rechne auch mit Stornos seitens der Anbieter.

Das letzte Jahr hat uns aber auch gelehrt: Es gibt für alles eine Lösung und es geht immer irgendwie vorwärts. Also: Abwarten und Cannonau trinken 😉

Alles Gute, bleib gesund und fröhlich!

Nicole Raukamp ist Buchautorin, Beraterin und Bloggerin (aka "pecora nera"). Sie organisiert und begleitet fundierte Fachreisen und entwirft erlebnisreiche Events und höchst individuelle Reiserouten - authentisch, nachhaltig, an Land und zu Wasser auf Sardinien im ganzen Jahr. Außerdem unterstützt sie Unternehmen/r bei geschäftlichen Aktivitäten und Vorhaben auf Sardinien, hilft sardischen Unternehmen und Anbietern bei ihrem Eintritt in den deutschsprachigen Markt.

8 Comments

  1. Beate Druschel

    10. Februar 2021 at 16:43

    Salve pecora nera ,ich lese immer voll Freude deine Berichte und hoffe ,dass du in dieser corona Zeit -Zeit findest für die Beendigung deines Buches Sa sardigna.wir mein mann und ich sind 70 Jahre und ziehen Mitte mai nach Porto san Paolo,erstmal für 4 Jahre.wir werden domicilio anmelden und dann weitersehen.ich hoffe,nachdem wir uns im gemieteten Haus eingerichtet haben,uns etwas intensiver mit Umweltschutz (wir sind beide Sporttaucher und haben ein tolles Diving Center in Porto -Tavolara Diving )und dann ,wenn’s denn klappt einen Austausch Ort für sardische und deutsche Künstler auf die Reihe zu bekommen.ich habe 30 Jahre immer bei meinen Ausstellungen auch andere Künstler mit ausgestellt und würde das gerne fortsetzen wollen. Ja ,ich spreche italienisch,habe einige Jahre auf ischia verbracht und kann gut nachvollziehen,die Grammatik ist ätzend,da gehe ich irgendwann auch mal richtig dran 😂. Jetzt muss ich mich ja eher mit dem auflösen und vermieten unsere Wohnung beschäftigen 🙈ein Standort in Deutschland behalten wir aus vielerlei Gründen,bei einem unsere Kinder haben wir unseren Wohnsitz .wir sind Wohnmobil Fahrer und das soll auch so bleiben,auf dieser Insel ist soviel zu entdecken,manchmal denke ich ,die Zeit reicht nicht .🙈so bin ich nun ins plaudern gekommen,wollte doch eigentlich nur meine Freude über deinen Blog Ausdruck verleihen.vielleicht hören wir mal voneinander und bleib weiterhin so kreativ,optimistisch und vor allem gesund .die Beate mit herzlichen Grüßen aus dem vereisten Langenfeld-Rheinland 🥶🥶🥶🥶

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    • pecora nera

      10. Februar 2021 at 18:21

      Ganz lieben Dank für deine Nachricht und die Blumen 🙂 Stimmt, ist keine einfache Zeit, aber immerhin alles ziemlich spannend. Glückwunsch zur Entscheidung, nach Sardinien zu ziehen. Das ist nicht der schlechteste Ort, um sowas auszusitzen 😉 Alles Gute für dich / euch!

      Reply
  2. Peter Dittus

    1. März 2021 at 11:51

    Herzlichen Dank erst mal für die Tips auf der Website. Wirklich super, pecora nera! Ich möchte auf eigenem Boot Ende April nach Sardinien kommen. Nach dem heutigen Stand: geht das überhaupt, und kann man den Test immer noch bei der Ankunft in Alghero oder Olbia machen? Unsere kleine Yacht würde mit der 48 Stunden Regel wohl kaum klar kommen… Natürlich kann sich alles noch ändern, wir sehen das sowieso kurzfristig – kommen direkt vom französischen Festland. Danke!

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    • pecora nera

      1. März 2021 at 15:03

      Stand heute (1.3.) hat sich sowieso schon wieder was geändert – Sardinien ist zona bianca, Zone mit geringem Risiko / Fallzahlen. Allerdings ist ein Test für die Einreise nach Italien obligatorisch und man kann den auch im Hafen machen (in Castelsardo zum Beispiel wäre direkt eine Teststation). Kennst du diesen Artikel auf meiner Segel-Seite? Habe ihn grob aktualisiert: https://segelrevier-sardinien.de/coronavirus-was-muss-ich-beim-segeln-nach-und-rund-sardinien-beachten/ … Ich meine, Frankreich zählt nicht als Risikogebiet, nur Korsika – aber das kann ich grad nicht belegen … Am besten, so 1-2 Wochen vorher nochmal die Lage checken. Ggf. wird ja auch dieser EU-weite Impfpass durchgesetzt (wobei das bis Ende April sportlich ist, ich sehe das eher im Sommer).

      Reply
      • Peter Dittus

        2. März 2021 at 07:40

        Vielen Dank, super! Wenn man den Test im Hafen machen kann (und Castelsardo ist natürlich ideal), ist ja alles paletti. Dank auch für den Hinweis auf Marians Film – war interessant, die Gegend mal von oben und unten zu sehen!

        Reply
  3. Anne

    9. Mai 2021 at 13:18

    Wir haben den Sardinien-Urlaub von 2020 auf 2021 verschoben, freuten uns, dass Sardinien die einzig weisse Zona war, waren frustriert, als es zur roten Zone wurde und harren weiter der Dinge bis zu unserem Fähr-Termin am 24. Mai. Deinen Blog, Tipps und Empfehlungen werde ich durchstöbern. Da wir mit Dachzelt unterwegs sind und gerne in der Natur, werden wir sicher die Insel corona-konform und mit Abstand erkunden können. Wir sind gespannt, ob die Campingplätze offen sind… nun warten wir mal noch 2 Wochen ab und dann werden wir sehen, ob wir auf die Insel können!

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  4. Milian Schuischel

    9. August 2021 at 18:42

    Du bist ein tolles Schäfchen und ich schwelge dank deinem wundervollen Blog in Erinnerungen an die faszinierenden Urlaube in Sardinien mit meinen Eltern und Freunden der Familie. Den letzten Trip entlang der Westküste habe ich mit einem guten Freund in seinem Geländewagen mit Dachzelt unternommen. Ich vermisse diese Freiheit sehr und habe dort Individualreisen mit Dach- und Fachzelt lieben gelernt.

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    • pecora nera

      9. August 2021 at 18:56

      Lieben Dank freut mich 🙂
      Dann noch fröhliches Schwelgen!
      Schafige Grüsse, Nicole.

      Reply

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