Regelmäßig treffen beim schwarzen Schaf Leserfragen zur Urlaubs- und Reiseplanung für ihre Sardinien-Reise ein. Da gibt es natürlich gern Anregungen. Schau doch hier, was für deinen Urlaub am nützlichsten ist. Sardinien hat auf alle Urlaubsvorlieben eine Antwort.

Unser schwarzschafiger Ansatz mag nicht für jeden das Richtige sein. Aber wer Sardinien aktiv und auf seine ganz persönliche Art erkunden möchte, hat damit eine Menge gewonnen.

Wie geht eine »schwarzschafige Sardinien-Reise«?

Auch als Brathähnchen in der Strandsonne, mit Pauschaltourismus- oder All-inclusive-Ambitionen kannst du auch einen schönen Urlaub auf der Insel haben. Touristendörfer und -siedlungen gibt’s genug.

Du erlebst Sardinien aber intensiver und von einer »echteren« Seite, wenn du durchs Hinterland und Serpentinen entlang gurkst und dich den gewachsenen Dörfern und den Einheimischen näherst.

Das schwarze Schaf meint: Wenn du ein fremdes Land bereist, ist nicht zu viel verlangt, sich einen Großteil der Zeit mit der Kultur und den dort lebenden Menschen auseinander zu setzen. Sardinien, ist nicht, wenn beim Aperol Spritz der gute Eros Ramazotti aus dem Radio der Strandbar klingt. Im Gegenteil.

Sardinien ruft nach den Reisenden, die gern zu Gast sind. Nach Neugierigen, Abenteurern, Entdeckern und nach denen, die bewusst und aktiv durchs Urlaubsleben gehen und Land und Leute kennenlernen wollen.

Nah ran an Land und Leute, neugierig bleiben!

Nah ran an Land und Leute, neugierig bleiben!

Beim schwarzschafigen Reisen geht es um Neugier, Entdeckerlaune und Aufgeschlossensein. Das schließt viel Eigeninitiative ein – auch beim Suchen, beim Buchen. Und Respekt vor der anderen und neuen Kultur.

Du willst natürlich einen schönen Urlaub. Überleg dir daher vorher, was du willst: zwischen Bade-, Familien- oder Aktivurlaub ist extrem viel Spielraum.

Lass dich auf die Insel ein

Wer sich auf die Insel einlassen möchte ist eingeladen, die Orte zu finden, an denen Sardinien echt und bei sich selbst ist. Das ist tendenziell etwas von der Küste entfernt – denn die Sarden haben sich historisch bedingt ins Inselinnere zurückgezogen.

Für Erst-Urlauber empfehlen wir gern die mittlere Ostküste und die Ogliastra (hier eine mögliche Reiseroute), weil sie auf relativ wenig Raum eine erstaunliche Vielfalt bereit hält, sowohl landschaftlich als auch kulturell.

Sardinien ist generell ideal zum Rundreisen. Einfach, weil die Insel so vielseitig ist und weil die Einwohner dich überall gern willkommen heißen.

Wenn du dich aber in einem der Touristenorte zwischen Palau und San Teodoro oder an der Costa Rei für 14 Tage festklemmst, verpasst du so gut wie alles, was Sardinien ausmacht (außer die Strände natürlich, aber da geht noch mehr!).

Wir können nur empfehlen, sich stets nah an die Einheimischen zu wagen. Und auch vor Ort mal der Nase nach zu fahren und lieber einem Schild an der Straße zu folgen, um dort einzukehren, wo einem Gegend und Menschen zusagen.

Geh in die nächste Bar (und sieht sie auch noch so verrupft aus) und frage dort nach Tipps für die beste Pizza, ein schönes Agriturismo, die besten Sehenswürdigkeiten.

So zu reisen ist nicht immer einfach, manchmal sogar sehr anstrengend. Und man tut sicher auch den ein oder anderen Fehlgriff. Aber man kann ja auch wieder gehen und fast alles ist nach einem guten Abendessen wieder gut.

Die Belohnung ist am Ende ein sehr intensiver Kontakt mit dieser traumhaften Mittelmeerinsel und ihren Bewohnern.

Da stellt sich direkt die Frage:

Auto oder Öffentliche Verkehrsmittel?

Sardinien ist unheimlich weit und groß und zeitintensiv, wenn man es ausgiebig erkunden will. Da ist ein Auto eine gute Sache.

Für gute Mietwagen auf Sardinien und zuverlässigen Service empfehlen wir gern unsere Freunde von Only Sardinia Autonoleggio an mehreren Standorten auf Sardinien (Olbia, Cagliari, San Teodoro, Porto Cervo). Auf ihrem Instagram-Account findest du zudem Tipps für Ausflugsziele im ganzen Jahr.

Die Frage, wo du den billigsten Mietwagen buchen kannst, ist nicht ad hoc zu beantworten. Eine gute Orientierung gibt dieses Vergleichsportal EasyTerra »  easyterra.de. Hier findest du das ganze Jahr über alle verfügbaren Mietautos (z. B. am Flughafen Olbia).

Bus und Bahn sind auf Sardinien erstaunlicherweise eine gute Alternative. Das ist etwas für alle, die mal buchstäblich ein paar Gänge zurückschalten wollen.

  1. Man hat ewig viel Zeit und es ist egal, wie lang es dauert, um von A nach B zu kommen. Ein paar “Überlebenstipps” für Bus und Bahn findet ihr in diesem Artikel.
  2. Man geht gern lang zu Fuß oder ist mit dem Rad unterwegs oder macht Reiturlaub. Dann ist einem vermutlich völlig egal, wenn man dabei nicht schafft, die Insel zu erkunden.
  3. Man hat die totale Lust auf Experimente mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Siehe hier unsere Selbstversuche: Teil 1 und Teil 2.
  4. Vor allem beim Busfahren geht es um “Die Entdeckung der Lammsamkeit“.
  5. Man wird vom Hoteltaxi am Flughafen abgeholt und geht aus der Hotelanlage während des ganzen Urlaubs nicht raus (schwarzes Schaf schüttelt mit dem Kopf…)

Alle anderen brauchen wohl ein Auto.

Denkt trotzdem daran, nicht unnötig viel zu fahren und damit nicht die Natur zu stören.

Wenn die große Strecke geschafft ist, ist durchaus sinnvoll, es abzustellen und für den eigentliche Erkundung doch die beiden eigenen Füße zu nehmen.

Was ist noch wichtig?

Last but not least: Schwarzschafig und individuell Reisen heißt, immer mit Respekt vor der Natur und dem Gastgeber, den Sarden, zu reisen.

Hinterlasst keine Spuren, keinen Müll, seid nett und respektvoll – das wäre uns ein großes Anliegen. Sich ein paar Gedanken über Land und Leute zu machen, schadet nicht.

Vergesst außerdem auf keinen Fall, die Landessprache ins Gepäck zu nehmen. Muss ja nicht gleich Sardisch sein, das wird eh etwas komplex.

Aber Italienisch ist eine tolle Sprache, es macht Spaß mit dem Zimmer- oder Ferienhausvermieter zu plaudern und in der Bar nach Tipps von Einheimischen zu fragen – und die Antwort zu verstehen. Sprache öffnet Euch auch so manche Tür zur sardischen Seele.

Und ansonsten bleibt uns nur noch ein Tipp: Schwarzschafig und einfach der Nase nach!

 

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