Mein Name ist Nicole Raukamp, aka “pecora nera”. Ich bin ein schwarzes Schaf und lebe, liebe, blogge und arbeite seit gut zehn Jahren auf Sardinien.

Das schwarze Schaf in Orani
Das schwarze Schaf, hier in Orani

Genau genommen bin ich mehrere schwarze Schafe in einem:

Das Leben natürlich noch um einiges wolliger und das schwarze Schaf in mir hat ziemlich viele Flausen im Kopf, ständig neue Ideen und ist ziemlich unplanbar. Das macht das Ganze aber auch so schön 🙂

Das schwarze Schaf im sardischen Karneval 😉

Ich verbringe den größten Teil des Jahres auf der Insel – auch wenn es stürmt oder kalt ist. Oh ja, Sardinien kann sehr ungemütlich sein, speziell im Winter! Stört mich aber nicht – denn geboren bin ich mitten in Schleswig-Holstein, da ist Regen erst, wenn die Heringe auf Augenhöhe vorbeischwimmen und Wind, wenn die Schafe keine Locken mehr haben. Die Liebe zur alten Heimat ist geblieben und unendlich. Meine Familie lebt dort und regelmässige Besuche an der Küste müssen einfach sein.

Dort habe ich auch Segeln gelernt, auf Ostsee und Alster. Mit diesem Hobby habe schon das nächste Projekt im Blick: einen ganzjährigen, natürlich schwarzschafigen Guide für Segler über das Segelrevier Sardinien. Das Konzept: die Segler in ihren Häfen und Ankerbuchten mit dem Landesinneren und mit der sardischen Kultur in Verbindung bringen.

Das schwarze Schaf erzählt wahnsinnig gern von Sardinien 🙂 (Foto: Paolo Atzori)

Viele sagen, ich lebe meinen Traum. Diese Formulierung mag ich nicht. Ich habe nie davon geträumt, auszuwandern. Schon gar nicht nach Sardinien. Das ist so gekommen, weil ich Gelegenheiten, die sich im Leben bieten, genutzt habe. Weil ich nicht in “geht nicht” sondern “mach ich” denke. Ich lebe einfach. Es hätte vermutlich auch Irland oder Alaska werden können. Aber nun ist es eben diese Insel.

Ich schätze, das schwarze Schaf auf Sardinien zu sein, ist sowas wie eine Beeehrufung.

Es ist mir ein inneres Bedürfnis, von der Insel zu berichten und die Millionen wundervollen Dinge, die ich hier erlebe, den Menschen in meiner Ex-Heimat näher zu bringen. Und das in hoher Qualität und mit ganz viel Leidenschaft. Solang der Schafgott will. Beeeeh!