Italiano: La descrizione della Via Ferrata del Cabirol si trova su www.ferratacabirol.it 

Das Schaf hat ziemlich Respekt vor der Höhe, und die Knie schlottern ihm schon ein wenig, als es am Fels hinunter schaut und sich überlegt, dort zu klettern. Es würde ja schon gern … und direkt unter seinen Füßen ginge es ja auch los, mit einem der schönsten Kletterwege der Insel.

Und zwar dort, wo man ihn im ersten Moment gar nicht vermutet: am Capo Caccia. Das wunderschöne, 186 Meter aufragende Kap im Westen der Insel steht ein wenig im Schatten der Kletterparadiese an der Ostküste Sardiniens. Dabei scheint doch auch hier an der Westküste, auf der Seite des Klettersteigs, zumindest nachmittags immer die Sonne …

Die Via Ferrata del Cabirol (das heißt in etwa: Klettersteig des Rehs – das Capo war einst Jagdrevier der katalonischen Besatzer) führt auf seiner ganzen Länge quer durch den Fels. Es geht vorbei an Felsvorsprüngen und Klippen, so dass der Weg oft von der Bildfläche verschwindet und man hier und da nicht weiß, wo es weiter geht. Ob hier jemals irgendein Reh entlang gelaufen ist, wagen wir in Frage zu stellen …

 

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Klick zur Bildergalerie auf viaferrata.it

Hier noch einige Details für Kletterwütige:

  • Ausführlich ist der Weg auf www.ferratacabirol.it beschrieben – in italienischer Sprache (der Text ist aber recht verständlich, so dass ein Online-Übersetzer einen ganz ordentlichen Text draus macht), die Leute der Associazione Segnavia sprechen auch englisch.
  • Der Einstieg ist sowohl von einem weiter unten liegenden Punkt als auch von oben möglich. Denen, die den Weg noch nicht kennen, wird empfohlen, ihn von unten zu erklimmen.
  • Einige Abschnitte sind mit Seilen / Querseilen vorbereitet, andere geht man ohne. Ihr benötigt eigene Sicherungsseile und Klettergurt. Wer seine Ausrüstung zum Klettern und Sichern z. B. wegen Gepäckgrenzen etc. nicht mitgebracht hat, kann diese leihen.
  • Eine Vertikale von ca. 25 Metern mit einem leichten Überhang erfordert ein Doppelseil und Beherrschen der entsprechenden Technik.
  • An vielen Stellen ist der Weg bewachsen und durch Felsvorsprünge nicht gut ersichtlich. Am Anfang des Weges, der von unten hinauf führt, gibt es eine kleine Metallbox, in der Ihr eine Beschreibung findet.
  • Der Abstieg zur Neptungsgrotte (Grotte di Nettuno) ist aus Naturschutzgründen nicht erlaubt. Das heißt: Dort, wo Seile sind, haltet Euch am besten daran, dann beibt Ihr sicher auf dem richtigen Weg.
  • Anfang 2013 war der Weg auf einigen Abschnitten von Unwettern zerstört, und ist jetzt wieder hergerichtet. Dennoch rechnet im Winter damit, dass er hier und da ausgewaschen oder von Geröll überlagert ist; auch können sich Brocken aus dem Fels lösen und herabfallen.
  • Auf dem gesamten Weg gibt es kein Mobilfunksignal.

Ausgangspunkt ist am Capo Caccia, der Parkplatz an der Strada Panoramica vor der Insel Foradada. Die Wegpunkte für den Einstieg sind:

  • WP cengia alta (oberer Einstieg): UTM 32T 04.28.805 44.91.520
  • WP cengia bassa (unterer Einstieg): UTM 32T 04.28.804 44.91.585

Das das schwarze Schaf kehrt nach den ersten wehrlosen Blicken in die Tiefe zum Meer hinab, die so viel Lust darauf machen, den Weg zu klettern, diesem wunderschönen Panorama den Rücken – und meldet sich erstmal für einen Bergziegenkurs an. Anlaufstelle ist zum Beispiel die Associazione Segnavia, die sich auch um die Via Ferrata del Cabirol kümmert (Kontaktdaten).

Für alle, die sich intensiver mit dem Klettern auf Sardinien beschäftigen möchten, oder doch an der Ostküste (weiter) klettern wollen, empfehlen wir die Kletterseite von Peter und Annes Lemonhouse in der Ogliastra: www.peteranne.it/de/klettern

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