Sardinien im Frühling ist der Hit, weil es überall grünt und blüht – das wissen wir längst. Aber WAS da blüht, ist echt erstaunlich: Orchidee spontanee / spontan wachsende Orchideen findet man schon ab Mitte März inselweit in der Landschaft.

Die Orchideen wachsen spontan einzeln oder in kleinen Gruppen.
Die Orchideen wachsen spontan einzeln oder in kleinen Gruppen.

Sonnenlicht, Wärme und Regen sorgen dafür, dass sie aus dem Boden sprießen. Gibt es also sonnig-regnerische Tage, dann lohnt eine Fahrt durch die Landschaft, den Blick auf den Boden geheftet.

Die Lage Sardiniens zwischen Europa und Afrika sorgt für ideale klimatische Voraussetzungen. Die wilden Orchideen sind in der Vielfalt von Farben und Formen quasi identisch mit ihren exotischen Verwandten – mit zwei kleinen Unterschieden: Sie sind kleiner, etwa 10 – 15 cm hoch, also Maiglöckchengröße. Und sie wachsen relativ unauffällig im Boden (terrestrisch), während die Exoten auf anderen Pflanzen sitzen und wachsen (epiphytisch) und sich hervortun. 

An Schönheit stehen die sardischen Mini-Orchideen ihren exotischen Verwandten in nichts nach.
An Schönheit stehen die sardischen Mini-Orchideen ihren exotischen Verwandten in nichts nach.

Und auch dann brauchst du ein scharfes Auge. Denn wie ihr Name suggeriert, wachsen die kleinen Pflanzen selten flächig, eher sporadisch und wild. Hat man aber einen Platz gefunden, dann lohnt es sich auszusteigen und ein bisschen zu laufen und die Gegend zu erkunden.

Dann kann man viele verschiedene Arten entdecken, eine hübscher als die andere. Sie haben im Deutschen so lustige Namen wie Waldwurz, Knabenkraut und Ragwurz.

Wo finde ich die wild wachsenden Orchideen?

Einmal mehr ist wahr: Die besten Dinge auf Sardinien findest du nicht an den Küsten 😉 So leid es uns tut: Orchideen blühen nicht am Strand und sehr ungern auf saurem Granit. Fahre in höher gelegene und fruchtbare Regionen. So ab „halber Höhe“ rund um 600 bis 800 Meter und auf Kalkböden haben sie ideale Bedingungen für ihr Wachstum.

Orchideen-Spaziergang einem regnerischen Tag bei Biru e Concas nahe Sorgono

Das schwarze Schaf hat welche in der Gallura bei Calangianus, an der nuraghischen Stätte Biru e’ Concas (super interessant auch ohne Orchideen) bei Sorgono und in den Wäldern bei Laconi auf der Hochebene des Sarcidano an den Hängen des südlichen Gennargentu entdeckt.

Aber es gibt natürlich noch viele Plätze mehr.

Ein Ragwurz, erzählt man sich …

Insofern: Einfach losfahren, im Gondeltempo der Nase nach und Augen auf den Boden! Auch ich fahr wieder los und gucke. Bis weit in den April werden die kleinen Frühlingsboten zu sehen sein.

Und falls vor euch ein Panda im Schneckentempo fährt: Das bin dann ich. Achtung: Ich bremse auch für Orchideen … 😉

… und noch mehr Orchideen

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