Überschwemmung 2014: hier eine Straße bei Lula

Überschwemmung: hier eine Straße bei Lula

Wenn es im Herbst blitzt und donnert, regnet und stürmt, dann denkt auf Sardinien seit dem letzten Jahr jeder unweigerlich an die Alluvione / Überschwemmung und das ganze Unwetter vom 18. November 2013, das inselweit Überschwemmungen verursachte.

»Cleopatra« hieß das Tiefdruckgebiet, das einem tropischen Sturm glich. Es brachte für weite Teile der Insel unfassbare Regenmengen und Starkwinde. Traurige 16 bestätigte Todesopfer, zwei Vermisste, ca. 2.500 Heimatlose sowie unzählbare wirtschaftliche und ideelle Verluste.

Zu beobachten war aber auch die enorme und sofortige Hilfsbereitschaft unter den Sarden.

Youreporter.it hat aus privaten Videos einen Videobericht geschaffen, der hilft, dem Unglück etwas nachzuspüren (an der vorgeschalteten Werbung bitte nicht stören; falls das Video nicht automatisch abspielt, hier der Direktlink: http://www.youreporter.it/video_SPECIALE_Alluvione_Sardegna_il_video-diario_ora_dopo_ora):

Wer das Glück hatte, nicht dabei und nicht betroffen gewesen zu sein, und nur aus dem deutschen Fernsehen oder am Ende gar nicht davon wusste, dem wird diese erschreckend ungemütliche Seite des vermeintlichen Urlaubsparadieses vermutlich erstaunen bis schockieren.

Heute sind die meisten offensichtlichen Schäden behoben, die meisten zerstörten Brücken und Straßen stehen wieder. Doch viele Schäden sind noch da, die man als Außenstehender gar nicht sieht. In den Familien, die Angehörige oder Freunde verloren haben, hinter den Hauswänden, wo immer noch der ganz normale Alltag fehlt – sei es, weil man nicht genug Geld bekam, die Wohnung zu renovieren, oder sämtliche Kleidung und Einrichtung von den Wassern zerstört war. Die Überschwemmung führte mitten in der wirtschaftlichen Krise des Landes zu massiven von finanziellen Unglücken, zu zerstörten Unternehmen, zu unbrauchbarem Weide- und Ackerland …

Heute hat sich das Land weitgehend erholt, die meisten sind zur Normalität zurückgekehrt, nur an den größeren Schäden wird noch elaboriert. Bedenklich bleibt: Es ist nicht gesagt, dass sich so eine Katastrophe nicht wiederholen könnte.

Für alle, die sich in die Details einlesen mögen, gibt es hier weitere Informationen (in italienischer Sprache):

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