Ich freue mich immer noch mega über die Anfrage der Deutschen Botschaft in Rom, denen mein Sardinien-Blog gefiel und die mich fragten, ob ich ein Testimonial ihrer Kampagne #leuropasiamonoi (Europa, das sind wir) mitmachen möchte.

Au ja! Natürlich!

Hier der Link und der Wortlaut des Posts auf facebook:

Ich bin schwer beeehgeistert über den positiven Zuspruch und Danke allen, denen das gefallen hat.

Und obwohl sie mich nicht kennen und natürlich skeptisch sein dürfen (schon wieder ne Deutsche, die glaubt was zu wissen), erhielt ich viele positive Mails und Anfragen von Sarden, was mich besonders freut. Das werde ich jetzt sortieren und beantworten, denn eigentlich ist das schwarze Schaf ja ein Privatvergnügen und neben Job, Leben und Blog ist das tatsächlich gerade eine zeitliche Herausforderung. Aber, piano piano wird das erledigt 🙂

Warum das schwarze Schaf ausgerechnet für die deutsche Botschaft in Italien und für eine Europa-Kampagne Testimonial ist, liegt nicht unbedingt direkt auf der Hand. Speziell für manche Sarden nicht.

Darum mag ich meine Motivation gern kurz erklären.

Per capire un po’ la mia motivazione di partecipare alla campagna dell’ambasciata tedesca, ho scritto questo articolo … provo una traduzione nei prossimi giorni, nel frattempo magari vi aiuta Mr Google Translate … scusate 😉 

Sardinien, Italien, Deutschland, Europa: Mir ist schon klar, dass das ein enormes kulturelles Spannungsfeld ist – aber so ist das nunmal: Europa und die Welt sind bunt und divers.

Diversität finde ich persönlich eine gute Sache und die Welt funktioniert so am besten. Je weniger Arten und Vielfalt, desto mehr Probleme. Wäre in der Tat schlecht für die Welt, wenn alle und alles gleich wäre.

Erstmal geht es hier ausnahmsweise nicht um die Frage ob Sardinien Italien ist und ob die sich mögen oder nicht.

Die Anfrage kommt ja von der deutschen Botschaft … und wenn die mir und Sardinien eine Plattform bieten mag, dann finde ich das ausschließlich positiv. Die deutsche Botschaft ist eine Institution, die dazu da ist, Brücken zu bauen und die unterschiedlichen Kulturen zu verbinden. Ich hab keinen Hass auf Italien, auch wenn einige meinen, nur weil ich Sardinien liebe muss ich Rom doof finden. Nö. Muss ich nicht.

Deutschland mag ich natürlich. Es ist meine alte Heimat, das Land, dem ich durch Geburt verbunden bin und das mir über dreißig Jahre lang ein gutes Leben ermöglicht hat. Ich mag Schleswig-Holstein mehr als Berlin und deutlich mehr als Bayern, aber grundsätzlich finde ich Deutschland als Land echt okay.

Europa ist mir wichtig. Für mich persönlich hat die EU Türen geöffnet. Ich kann leben und arbeiten wo ich möchte, ohne große bürokratische Hürden, ich lebe in einer (hoffentlich stabilen) freien Demokratie und ich habe das Recht zu sein und zu Reisen, wie es mir gefällt.

Vorteile, die durch Europa möglich sind und die unseren schönen, vielseitigen Kontinent von vielen anderen Ecken dieser Welt positiv unterscheidet.

Und darum kann ich auch nicht anders, als Europa gut zu finden. Auch wenn nicht alles Gold ist was glänzt, der Apparat seine Probleme hat und sicher zu Über-Regulierung neigt.

Aber es ist einfach auch eine Form, unseren Kontinent zusammen und stabil zu halten. Nicht ganz unwichtig heutzutage. Wobei ich mit dem Begriff des “Weltbürgertums” auch ganz viel anfangen kann. Aber das führt jetzt zu weit 😉

Wenn Sardinien also nach Unabhängigkeit von Italien strebt, kann ich das aus dem historischen Background verstehen und die Idee ist vielleicht auch gar nicht schlecht, wenn sich ein ganzes Volk so un-italienisch fühlt. Außerdem, was Malta kann, kann Sardinien schon lange 😉

Aber in der heutigen Zeit würde ich mir wünschen, dass Sardinien ein offenherziges, gastfreundliches Land bleibt und dass es sich an Europa bindet.

Aber die politische Diskussion mögen andere führen. Man kann Gräben vertiefen oder versuchen, sie zu überwinden. Ich tendiere zu Letzterem. Für mich geht es um gegenseitiges Verständnis und Respekt.

Denn auch, wenn ich in Sardinien eine zweite Heimat gefunden habe, kann ich eine ligurische Küste oder den Mailänder Dom schön finden. Ich kann Sehnsucht nach Schleswig-Holstein und die fetten Schafe an der Nordsee haben. Oder Lust auf eine Reise nach Schottland, Afrika oder Japan.

Ich kann alle Länder, Landschaften, Menschen, Tiere, Pflanzen, Musikrichtungen und Kulturen dieser Welt mögen, wenn ich Lust dazu habe. Das ist Freiheit.

Ich bin nicht festgelegt. Die Liebe zu einem Land oder einer Insel schließt ja andere Zuneigungen nicht aus. Im Gegenteil. Liebe ist ist bedingungslos und grenzenlos.

Also, noch einmal: Danke liebe Sarden für Eure Offenheit, Zuneigung und Gastfreundschaft!

Sono entusiasta dagli commenti, messaggi e email positivi mi sono arrivati! Vi ringrazio veramente di cuore! Siamo tutti uniti nel amore per la Sardegna e mi fa molto piacere!

Vorrei aggiungere che il blog per la Sardegna faccio nel mio tempo libero, nessuno mi chiede di farlo, nessuno mi paga, io lo faccio per passione …

Scusate se non posso rispondere subito a ognuno personalmente o anche accettare ogni invito per passare per un caffè … è gentilissimo! Ma c’è la vita quotidiana, mio lavoro, mio fidanzato (sardo), il blog e altri progetti … no, non sono in ferie 😉

Ma sono molto curiosa che cosa si sviluppa e magari su miei viaggi ci vediamo!

 

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