Die Sonne, die Sonne und Duuuuu … huhuhuhu … gehörn’ dazuhuhuhuhuuuu! Der alte Schlager kommt dem schwarzen Schaf sofort in den Sinn, wenn sich die Maisonne zeigt. So wie heute. Ein weiches Blau so weit das Auge reicht, am Himmel und auf See. Zum Glück ist sie da und strahlt die Insel an – denn der Wonnemonat konnte in den letzten Jahren auch oft ganz anders. Also, toi toi toi, es wird also vielleicht tatsächlich jetzt schon Sommer?!

Nuraghe Burghidu, Berchidda

Nuraghe Burghidu, Berchidda

Der vermeintlich frühe Sommer, das milde Klima und das traumhafte Meer locken viele Badeurlauber nach Sardinien. Und damit haben sie gar nicht mal so unrecht. Die Strände sind fantastisch und die Auswahl ist schier unendlich. Man könnte fast meinen, die Insel sei dafür gemacht, zwei Wochen am Meer zu verweilen.

Und doch: Sie hat so viel mehr zu bieten, als einen Platz fürs Handtuch und einen Sonnenschirm!

Streut in den Urlaub einfach ein, zwei oder auch mehr Tage im Hinterland ein, und lernt eine Insel kennen, wie Ihr sie vielleicht nicht erwartet hättet:  

Mehr Nuraghen als Strände

Eigentlich komisch, dass Sardinien nicht viel mehr für seine frühzeitlichen Bauten berühmt ist, die so viele Jahrtausende überdauert haben: die Nuraghen. Es sind Tausende, fast 7.000, um genau zu sein. Sie sind weltweit einzigartig, sie scheinen schier unverwüstbar. Für den Ureinwohner waren sie Wohnung, Wehrturm, Heilige Stätte oder Mitteilungsplattform. Für heutige Urlauber sind sie wunderbare Schattenspender im Sommer, Zufluchten bei Regen und sie erzählen von einer hoch entwickelten Kultur.

Also, besucht den nächsten Nuraghen in Eurer Nähe – and give him a hug 🙂

Mehr Schafe als Strände

Auch so eine Sache, die man weiß und im Reiseführer liest, aber vom Strand aus  nicht sieht. Schafe sind wirklich ganz selten am Salzwasser, danach juckt die Wolle immer so … Aber die kommt demnächst ja auch runter! “Su Tusorju” – Schafe ohne Ende gibt es bei der jährlichen Schafschur (Tosatura) zu sehen, die Ende Mai / Anfang Juni auf der ganzen Insel stattfindet.

Tosatura: frisch geschoren!

Tosatura: frisch geschoren!

Wer das live erleben und die Hirtenkultur der Barbagia näher kennenlernen möchte, und dazu ein rustikales, echt sardisches Mittagessen nicht verschmäht, ist im Juni beim Pastore Barbaricino auf seinen wunderschönen Weiden bei Mamoiada bestens aufgehoben. Wer hin möchte, und Unterstützung bei Reservierung und Anreise braucht, melde sich gern bei uns unter beeeh@pecora-nera.eu

Mehr Feste als Strände

In Sardinien wird gefeiert. Quasi immer und überall. Von religiös motivierten Festen mit farbenfrohen Prozessionen bis zu den Dorffesten. Das Prinzip ist einfach: Hat ein Dorf keine urigen Traditionen (wie z. B. Ottana seinen Karneval), erfindet man einfach eine “Sagra” (= Fest). Da wird schonmal das Fest des wilden Spargels in Cargeghe (sagra dell’asparago selvatico) gefeiert, das Fest der Zitrusfrüchte in Muravera (sagra degli agrumi) oder in Siniscola, das Fest der Kirschen in Bonnanaro (sagra delle cilegie) oder die sagra dei bogamari (Fest der Seeigel) in Alghero … achtet einfach auf die Schilder am Straßenrand – und vor allem: Fahrt hin! Kleiner Tipp: Nicht in der Mittagszeit … Die meisten Feste in den kleineren Dörfern sind gegen Abend erst richtig gut.

Hier noch eine kleine Jahresübersicht, wo was wie auf Sardinien so gefeiert wird.

Mehr Museen als Strände

Doch, das ist wahr – besonders, wenn man die kleinen feinen und unbekannten mitzählt. Ok Kultur im Urlaub ist immer so eine Sache … böh … Aber viele behaupten ja, auf Sardinien gäb es gar keine echte Kunst und Kultur zu sehen. Dass das nicht richtig ist, könnte der nächste Urlaub bestätigen.

Ziegenkunstwerk in Ulassai

Ziegenkunstwerk in Ulassai

Hier findet Ihr eine Übersicht aller Museen (geordnet nach Regionen). Wir mögen besonders: die Galleria Communale d’Arte in Cagliari (Kunstmuseum mit einer großen Sammlung und einem tollen Park), die Kulturstätte EXMA (ein ehemaliger Schlachthof mit wechselnden Ausstellungen) in Cagliari, das MAN in Nuoro (Kunst- und Kulturmuseum mit wechselnden Ausstellungen moderner Kunst), Museo Grazia Deledda in Nuoro (zu Ehren der sardischen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin), Stazione d’Arte und die “open air”-Kunst in Ulassai (Werke überwiegend von Maria Lai, der bedeutendsten sardischen Künstlerin), das Weinmuseum Museo del Vino in Berchidda, das Banditenmuseum in Aggius, das Museum für moderne Kunst (Museo d’arte contemporanea) in Calasetta auf der Insel Sant’Antioco, das Museo del Carbone (Kohle- und Bergbaumuseum) in Carbonia, den spanischen Kerker (carcere spagnolo) in Seui, den Parco und die Villa Aymerich in Laconi, das Künstlerdorf Belvì … ach … wie könnten wir da aufhören!

Uns fiele ja noch mehr ein …

Insgesamt sei gesagt: Neben Sonne, Strand und mehr ist da noch so viel määäähr! Einfach mal hingehen 🙂

Euer schwarzes Schaf

Ich bin Nicole, auch bekannt als »das schwarze Schaf auf Sardinien« (italienisch: pecora nera) und Gründerin dieses Blogs. Hier berichte ich von meinen Streifzügen im ganzen Jahr auf, durch und rund Sardinien. Im »richtigen Leben« bin ich Beraterin für Kommunikation und Tourismus sowie Content Creator.

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