Das schwarze Schaf hat mal wieder ein Buch geschrieben: den Wanderführer „Wanderzeit auf Sardinien“, erschienen im Dumont-Verlag. Dafür bin ich buchstäblich über die gesamte Insel gelaufen 😀

Herausgekommen sind 21 entspannte Touren überall auf Sardinien.

Mit diesen Schuhen selbst erlaufen: mein Wanderführer „Wanderzeit auf Sardinien“
Mit diesen Schuhen selbst erlaufen: mein Wanderführer „Wanderzeit auf Sardinien“

„Entspannt“ war das Stichwort, das mich selbst vom Buchkonzept überzeugt hat. Stress hab ich im Job genug – Sardinien ist für mich (wie auch für viele andere) zum Abschalten und eben zur Entspannung da.

21 Touren für einen Wanderführer auszuwählen, zu planen, zu gehen, zu beschreiben, in Text, Bild und GPS zu prüfen und alles in beschränkter Textmenge und nach Formatvorgabe in Buchform zu bringen, ist zwar auch viel Arbeit uund kann stressig werden. Man macht sich ja als Leser keine Vorstellung … 😉

Aber es war eine gute Beschäftigung. Und ich hatte eine Lektorin, die ebenso entspannt war wie ich und die Zusammenarbeit mit dem Verlag war genauso unkompliziert.

Naja … und die Touren selbst sind halt wirklich schön, auch ganz ohne mein Zutun! Auf Sardinien „gezwungen sein“ zu wandern, ist eine Form von „Stress“, mit der ich sehr gut umgehen kann.

Wie schwarzschafig ist mein eigener Wanderführer?

Sich selbst zu rezensieren, ist ja tendenziell merkwürdig. Ich versuche es trotzdem, und dabei auch neutral zu sein. Ihr dürft das gern mit einer gewissen Skepsis betrachten 😉

Also, das Buch ist ein Wanderführer, der für viele Sardinienreisende passen soll und nicht zwingend nur an ambitionierte Wanderer richtet.

Gleichwohl braucht man für jede Wanderung – nicht nur in Sardiniens Natur – eine gewisse Kondition sowie ein Grundverständnis von Topografie, Wetter und den Unwägbarkeiten auf natürlichen oder auch hier und da etwas ungewöhnlichen Pfaden.

Ungewöhnlich, aber entspannt: Wandern entlang einer alten Bahnstrecke im Gennargentu

Das Konzept „Wanderzeit“ stammt vom Dumont-Reiseverlag und verfolgt das Motto: „Herrlich entspannte Touren zum Abschalten und Genießen.

Ich muss sagen, das Konzept hat mich angesprochen. Denn was es – finde ich – schon schwarzschafig macht, ist seine Naturverbundenheit, ein Hang zur Genüsslichkeit und ein informativer Begleiter zu sein.

Kein eiliger Wanderführer, aber ein kurzweiliger, der auch kleine Kuriositäten erzählt.

Der Inhalt ist dann so schwarzschafig wie irgend möglich. Hat ja immerhin ein schwarzes Schaf geschrieben. Das erkennt man zum Beispiel an den Locations, die dorthin führen, wo andere Wanderführer eben nicht unbedingt sind.

Bekannte Orte hab ich versucht, von einer anderen Warte aus zu betrachten. Und weil ich Leute auch gern mal vom Strand weglocke, sind natürlich auch Touren in der Nähe touristischer Ecken dabei.

21 entspannte Touren – aber kein Wanderführer für Faule

Entspannt heißt auf Sardinien – und alte Wanderhasen auf der Insel werden das wissen – nicht unbedingt „breite befestigte bequeme Wege“ (Ausnahmen bestätigen die Regel) und schon auch Anstrengung.

Touren die auf bequemen Wanderpfaden führen, gibt es natürlich auch im Buch – wie hier bei Badde Salighes.
Auf anderen Pfaden gilt es, selbst hinzugucken und sich wie dann beschrieben, an Steinmännchen oder anderen Markierungen zu orientieren.

Hier und da geht es über Felsen oder auf einem schmalen Pfad steil bergauf oder durch eine enge Felswand. Das liegt auf Sardinien in der Natur der Sache – sprich: Das ist der Landschaft und ihren Eigenarten geschuldet.

Die Entspannung liegt auf Sardinien dann auch in genau dieser Landschaft. In der Natur selbst, in der eindrücklichen Stille, in der Weite der sanft-hügeligen Berge, in der Ruhe bestimmter Orte.

Manche Touren sind etwas länger, aber entspannt zu gehen – wie diese bei Arzana (nettes Dorf, übrigens mit vielen Wander- und Ausflugsmöglichkeiten)

Aber auch im Rauschen eines Wasserfalls, in einem menschenleeren Strand, in einem Picknick auf einem Granitplateau oder beim Belohnungs-Sundowner nach der Tour.

Letztlich liegt der individuelle Relax-Faktor auch darin, wie man die Tour selbst gestaltet – wo man seine Pausen macht, ob man ein Buch mitnimmt und zwischendurch liest, wie lang man zu Mittag isst, an welchem Stopp man hängen bleibt, wo man den Weg abkürzt oder verlängert …

Und wo man mal für eine gewisse Zeit einfach sinnierend in die Ferne schaut …

Viele Tipps für entspannte Pausen und kleine Momente gibt's in diesem Wanderführer
Viele Tipps für entspannte Pausen und kleine Momente gibt’s in diesem Wanderführer

Dieser Wanderführer ist dafür da, sich die Wanderzeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Wo kein netter Punkt zum Einkehren ist, kann ich zwar auch keinen hinzaubern – da ist dann eure Fantasie gefragt 😉

Aber feine Orte für ein Picknick hat quasi jede Tour. Das „pranzo a sacco“ („Mittagessen im Sack“) ist ja quasi sardisches Wander-Kulturgut. Etwas Vorbereitung, dann klappt’s auch mit der Entspannung.

In der Mitte dieser Küstenwanderung in der Oasi di Seu an der Westküste findet ihr eine schöne Möglichkeit zum Mittagessen

Und es tut der Entspannung gar keinen Abbruch – im Gegenteil. Jede kleine Anstrengung wird belohnt – mit einem schönen Ausblick, einer idyllischen Ruhe oder einem besonderen Erlebnis.

Gleichzeitig sollen natürlich auch Erst- und Gelegenheitswanderer auf Sardinien mit diesem Wanderführer klarkommen. Allein darum sind die Touren nicht superschwer.

Die Touren auszuwählen war daher eigentlich die größte Aufgabe. Ein paar Strecken haben es wegen ihrer Schwierigkeit und „Unentspanntheit“ nicht ins Buch geschafft, obwohl sie sehr schön sind.

Urbanes Trekking in Bosa – eine lange, abwechslungsreiche und doch entspannt zu gestaltende Tour vom historischen Zentrum bis ans Meer und zurück

Nun noch ein schneller Überblick, was euch erwartet – der Rest sei euch selbst überlassen.

Wanderführer „Wanderzeit auf Sardinien“

Die 21 Touren im Wanderführer sind gut verteilt – damit man auch schön viel sieht von der Insel!

Wir wandern zu einem Gesicht aus Stein, zu Teichen und Wasserfällen, durch einen Märchenwald, zu einer alten Burg, an einem Fluss entlang, zu einer alten Radiostation, durch das Zuhause von Flamingos, auf einer alten Bahnlinie, zu Hirtenhütten mit Meerblick, über einen Strand mit einem Schiffswrack, zu öffentlichen Kunstwerken und, und, und …

Last but not least: meine Lieblingstour

Erst dachte ich, die in Ulassai. Die Verbindung von zeitgenössischer Kunst und der starken Berglandschaft beim Wandern ist einfach umwerfend.

Aber wenn es wirklich um Wandern und Trekking geht, hat die am Monte Arcosu in der Oase des Hirschen das Zeug, meine absolute Lieblingstour zu sein.

Denn wenn ich zurückblicke, habe ich mich dort den meisten Frieden gefunden. Ich werde mit Sicherheit noch einige Male dorthin zurückkehren, einige weitere Pfade warten noch auf mich.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß unterwegs in Sardiniens Natur!

Die Esel finden das Buch gut … ich auch … also … vielleicht ja auch ihr!

PS. – Einen weiteren Wanderführer, den andere Autoren und ich in Koproduktion verzapft haben, ist dieser:

PPS. – Einen echten Reiseführer vom schwarzen Schaf gibt’s auch, falls du ihn noch nicht kennst. Das rundet den Urlaub ab. Eine ausführliche Beschreibung findest du hier:

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