Wasser-SteineNach dem Unwetter Ende November ist zurzeit für Trekkingfreunde auf allen Pfaden Vorsicht angesagt. Auch viele Nebenstraßen und Wege wurden unterspült, vom Schlamm und Geröll überzogen und einige in Teilen auch zerstört.

Da die inneren Zonen der Insel nicht “durchorganisiert” sondern weitgehend naturbelassen sind, kann es sein, dass sich die Natur einen Dreck um von Menschen hingestellte Pfade geschert hat und sie einfach durcheinander gebracht hat. Flüsse tragen in dieser Jahreszeit sowieso mehr Wasser als im Sommer, wo man sie manchmal gar nicht wahrnimmt.

Der Winter hat aber erst angefangen, und es ist sicher noch mit weiteren, auch starken Regenfällen zu rechnen, die sich ihren Weg gern über menschengemachte Wege suchen.

gorroppu-flumineddu_fbJetzt kommt es für die Forstmitarbeiter vor allem darauf an, Forstwege und Straßen wiederherzustellen und gefährliche Stellen zu sichern.

Vom Abstieg vom Genna Silana zur Gola Gorroppu rieten die Mitarbeiter des Ente Foreste zum Beispiel derzeit ab, da Wege ausgewaschen und von Felsen bedeckt sind. Streckenweise liegt der Boden nur locker und kann schon durch einen Tritt wegrutschen.

Auch in der Schlucht selbst wisse man nicht genau, wie weit man kommt. Zwar habe es nicht so viel geregnet wie anderenorts, aber auch dieser Fluss hat mehr Geröll als üblich mitgeschleppt. Kletterhaken und vorbereitete Wege können verschwunden sein.

Unser Foto “von oben” zeigt bei genauem Hinsehen die breite Schneise des Flumineddu, wo noch im Herbst eine liebliche Oase am Eingang zur Schlucht zum Verweilen einlud. Die Ente Foreste haben die Arbeit bereits aufgenommen, zur Frühlingssaison soll der Abstieg wieder bereit sein.

Alle Flüsse und Bäche tragen auch in “normalen Jahren” im Winter üblicherweise viel Wasser – und auch wenn sie nicht tief sind, entwickeln sie enorme Kräfte.
Stellt Euch darauf ein, dass es in der kommenden Saison hier und da etwas “ruppiger” aussehen wird, und seid wie immer vorsichtig.

Seien wir froh, dass Sardinien zum Glück eine weitgehend unberührte Natur hat, die auch mit starkem Wetter einfach so umgeht, wie sie es gewohnt ist. Wir können uns ja vorbereiten und drauf einstellen.

Das tut der Schönheit der Insel keinen Abbruch – viel Spaß bei Euren Wanderungen!

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