(„Sentirsi piccola piccola. Un giorno di Trekking per la Gola Su Gorropu“) von Nicole Raukamp

Ich bin klein. Richtig klein. Meine 1,63 m sind ein Witz gegen den weißen Felsen, der sich mir gleich zu Beginn in den Weg gelegt hat. Vier, fünf Meter hoch. Er ist nicht der einzige. Über Ewigkeiten rundgeschliffen vom Wasser befinden sich noch tausend andere im Flusslauf des heute nur noch unterirdisch verlaufenden Rio Flumineddu. Und die alle sind nichts gegen die Ausmaße der Gorropu selbst.

Glücklich, geschafft!

Glücklich, geschafft!

Ein tiefer Canyon ist die Gola Su Gorropu, mit etwa zwischen zehn und 30 Metern Breite, zieht sich acht Kilometer lang durch das Supramonte-Gebirge zwischen den Provinzen Nuoro und Ogliastra. Bis zu 300 Meter hohe Felswände, die bereits seit 600 Jahren als „nationales Monument“ bekannt sind. Vielleicht ist sie sogar die älteste Trekking-Strecke Europas. Hier lernten schon viele Schäfer, Wanderer und Reisende Demut und Wachsamkeit – und ihre Grenzen kennen.

Zunächst verlangt mir die Wanderung einiges ab. Untrainiert, aber fest entschlossen, nach zehn Jahren Sardinienreisen nun endlich diesen tollen Platz Welt zu sehen, nehme ich den Wanderweg vom Pass „Genna Silana“. Von einigen Wanderern auch genannt der „Wildsauplatz“ wegen der wilden Schweine, die dort frei herumlaufen (oder zitiert aus Asterix auf Korsika: „Sono cinghiale domestici?“ – No, sono maiali selvatici.“).

Also stapfe ich los von 1017 m Passhöhe, hinunter zur Gola su Gorrupu, deren Eingang bei 450m über dem Meeresspiegel liegt. Der Blick auf das Tal „Valle di Oddoene“ ist fantastisch und lässt mich die gesamte Wanderung nicht mehr los. Durch uralte Korkeichenwälder gehe ich vorbei an Ziegen, denen Sonne und Berghang nichts ausmachen; Eidechsen beäugen mich und eine Natter schlängelt sich quer über den Weg unter den nächsten Stein. Immer näher gehe ich auf die eindrucksvollen Felswände zu.

Sardische Überlieferungen wollen Besuchern das Fürchten lehren und behaupten, der Teufel wohne am Ende der Gola Su Gorropu und warte auf Wanderer, die ihm ihre Seele im Tausch gegen Reichtum oder die Liebe einer Frau verkaufen.

Mir kommt der Ort, den ich nach gut eineinhalb Stunden Wanderung vom Pass bis hinunter zum Eingang zwischen den Bergen betrete, vielmehr göttlich vor. Außerordentlich. Wunderschön. Unfassbar.

Japanischer Garten

Japanischer Garten

Die Schlucht nimmt mich mit auf eine Reise in ihre weite Vergangenheit. Sie überredet mich ohne viel Aufwand, eine weitere Stunde zu wandern und zu klettern und ihr Inneres zu erkunden. An einigen Stellen sieht sie aus wie ein japanischer Garten, dann erinnern die weißen Felsen an Eisberge oder der kleine Wasserfall, der von oben kommt, an eine Lichtung im Urwald.

An dem Punkt, wo ein „normaler“ Wanderer nicht mehr weiterkommt und auf Kletterausrüstung und einen Führer angewiesen ist (den es für den Eintrittspreis auf Wunsch dazu gibt), setze ich mich und lasse die Größe und die vielen Jahrtausende, in denen fließendes Wasser diese Wände geschaffen hat, auf mich wirken.

Rastplatz am Eingang der Schlucht

Rastplatz am Eingang der Schlucht

Ja, ich bin klein. Mir gibt dieser Ort ein Gefühl der Geborgenheit während ich gleichzeitig versuche, seine Größe zu erfassen.

Irgendwann zieht mich der Wunsch, in die Weite zu blicken, wieder hinaus. Vorn am Ein- oder nunmehr Ausgang der Schlucht, wo der Flumineddu seinen Weg in die Freiheit findet, bleibe ich noch ein Weilchen auf einem Stein in der Sonne liegen, bade die Füße in dem weichen Wasser, um mich herum Schmetterlinge. Paradiesisch.

Ich bin mehr als glücklich, diesen großen Ort endlich erlebt zu haben. Ich komme wieder. Das nächste Mal über den anderen Weg, vielleicht mal im Frühsommer, per Mountainbike, wenn der Fluss mehr Wasser trägt. Und dann vielleicht nochmal zum Klettern. Und dann von der anderen Seite über Orgosolo oder Urzulei, um sie von oben anzusehen…

Und überhaupt … immer wieder!

Doch ich glaube, auch wenn ich noch hundertmal herkomme – ganz werde ich die Dimension nie begreifen.

Für Nachahmer – zwei Wege führen zum Eingang der Schlucht:

1. Die Wandertour (auch mit dem Mountainbike zu bewältigen), in oder kurz hinter Dorgali von der SS 125 abfahren (Hinweisschild Gola Su Gorropu), nach ca. 10 Kilometern beginnt der Weg an einer Brücke direkt am Flusslauf, ein Infohäuschen und ein offizieller Parkplatz sind auch da.

2. Die etwas anspruchsvollere Trekkingtour: Auf der SS 125 weiterfahren bis zum Pass „Genna Silana“, dort das Auto abstellen und ca. 1,5 Stunden mehrere Höhenmeter am Berghang (weitgehend schattig, auch dank der Kork- und Steineichenwälder), über Geröll, vorbei an alten Schäferhütten und Rifugios, und hinunter zum Flussbett.
Beschreibung in italienischer Sprache: http://www.ilportalesardo.it/natura/gorroppu.htm

3. Einen Weg von Orgosolo gibt es auch noch, der ist aber nicht immer eindeutig, nur bei sehr gutem, nicht zu heißem Wetter und per Führung erreichbar – fragt vor Ort nach. Und er ist etwas für Nuraghenhugger, führt er euch doch vorbei an den Nuraghen Mereu und Gorroppu am anderen Ende der Schlucht: http://www.ilportalesardo.it/archeo/nuorgosolo4.htm

4. Der Weg für Kletterer führt von Urzulei (die Anreise dorthin ist schon weit, plane die Zeit mit ein und versuche trotzdem, sehr früh loszugehen) von hinten an die Schlucht – dort bestaunt man sie von oben. Wer klettern kann und in der Einsamkeit übernachten mag, lässt sich mit guter Kletterausrüstung in die Schlucht hinab und erkundet sie in ihrer Tiefe. Wir vermitteln gern auch einen kundigen Guide für diese Tour, der entsprechende Ausrüstung mitbringt. Fragen könnt ihr am Genna Silana, in der Bar oder gegenüber in der Info mit deutschsprachiger Besatzung 🙂

Weitere Informationen auf gorropu.info (italienisch und englisch)

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  • Trockener Flusslauf in der SchluchtTrockener Flusslauf in der Schlucht
  • Felswände, bis zu 400 m hochFelswände, bis zu 400 m hoch
  • Schöne Ausblicke nach obenSchöne Ausblicke nach oben
  • Eingang der Schlucht von der SS 125 aus gesehenEingang der Schlucht von der SS 125 aus gesehen

… und hier noch ein wunderschönes Video auf Youtube:
httpv://www.youtube.com/watch?v=r25ZC1L8pc0

 

8 Comments

  1. Claudia Troßmann

    14. September 2010 at 07:58

    Wundervoller Bericht und tolle Bilder dieser fantastischen Natur. Das macht richtig Lust. Ich danke Dir für diesen schönen Tageseinstieg.

    Liebe Grüße

    Claudia Troßmann

    Reply
  2. Annika Schulz

    13. Mai 2011 at 18:43

    Hallo!
    Ich reise im August nach Sardinien und würde mir auch gerne die Schlucht ansehen und ein wenig hineinklettern! Bist du den Weg vom Pass Genna Silana allein gelaufen oder mit einer Führung? Und wenn alleine, war der Weg leicht zu finden?
    Liebe Grüße,
    Annika Schulz

    Reply
    • admin

      14. Mai 2011 at 12:14

      Liebe Annika!
      Ich bin allein gelaufen, der Weg war im August schon recht gut ausgetreten. Es ist nur vom Genna Silana sehr warm, der größte Teil der Strecke geht durch die Sonne, einige Abschnitte durch Eichenwälder. Es sind am Wegrand immer mal wieder kleine Steinmännchen aufgestellt, die den Weg weisen. Immer wieder zurück gucken und Markierungen merken (da gibts zB ein paar unverwechselbare Felsen oder so Reisighütten). Ich hatte zwei Stellen, an denen ich nicht sicher war, aber hat letztlich gut geklappt und ich hab mir einfach ein eigenes Steinmännchen gebaut 🙂
      Aber ich hätte fast den Einstieg zurück nicht mehr gefunden. Also merk Dir genau den Punkt merken, wo Du unten am Flussbett rauskommst. Bei mir war da gerade ein riesiger blühender Busch mit Schmetterlingen. Und genug Wasser für den Rückweg lassen, aber das weißt Du sicher selbst 😉 Lass Dir unten in der Schlucht einfach viel Zeit und ruh Dich nochmal aus, bevor Du aufsteigst. Unten sitzen aber auch Leute (3,50 Euro für den Eintritt mitnehmen ;-)), die helfen können.
      Das wird toll!!! Viel Spaß!!!
      Nicole.

      Reply
  3. Luana

    11. Februar 2013 at 00:55

    hallo, das kostet jetzt schon 5,00 Euro…
    Würde gern wissen, was mit den Geldern passiert.
    In Kennzeichen, Schilder, o.ä. wird es sicher nicht investiert, obwohl es nötig wäre…Es haben sich schon viele verrirt. Und auf Steinebauer kannste dich auch nicht verlassen
    .Es ist schon eine Frechheit, für dieses einmalige Stück Natur löhnen zu müssen…, es sollte jedem Menschen zugänglich sein…OHNE JEGLICHE BEZAHLUNG ,es sei denn, mit dem Geld wird eine Orientierung angelegt oder Führer entlohnt.!!!
    Wir werden es evtl. im April mal vom Oddoenetal aus probieren.
    Ganz wichtig: Bitte keine Turnschuhe, o.ä.anziehen,Wasser reichlich mitnehmen, an den Stellen, wo man es dann dringend braucht waren dann gerade mal keine Steigbrunnen, keine kleinen Kinder,es ist einfach zu anstrengend und der Weg ist sehr lang (vom Genna Silana Pass)…Viel Glück.

    Reply
    • admin

      11. Februar 2013 at 17:37

      Hallo,

      vielen Dank für die Information – das haben wir gern nachrecherchiert.

      Also, die Comune di Urzulei erhebt nach eigenen Angaben den Eintritt „per il controllo, pulizia, tutela, valorizzazione del sito Gola di Gorropu.“ – also für Kontrolle, Säuberung, Schutz und Aufwertung der Schlucht. Sie sagt weiterhin: „Il servizio di accompagnamento, … è offerto dalla società concessionaria. L’accompagnamento all’interno della gola è comunque opzionale, si può andare come sempre anche da soli. Il costo del biglietto è lo stesso.“ Das heißt, dass jeder zwar weiterhin allein (mit ein paar grundsätzlichen Informationen, die am Eingang vermittelt werden), aber auf Wunsch auch in Begleitung eines Guide in die Gola kommt. Zum gleichen Preis. Was wir jetzt für fünf Euro keine schlechte Gegenleistung finden. Diejenigen, die auf eigene Faust laufen, „sponsern“ damit sozusagen die Helfer, die sich um die Wanderer kümmern und die Führungen auch in Englisch und Französisch anbieten. Und die, wenn man nett fragt, auch mal auf ein mitgebrachtes Mountainbike aufpassen.

      Eine „Frechheit“ finden wir das daher auf keinen Fall.

      In vielen Regionen Sardiniens geschieht fast jedes Engagement dieser Art freiwillig, teilweise auf eigene Kosten, und in der Freizeit. Es sind meistens private Gruppen und Vereine, die sich um die Naturschätze kümmern. Auch in der Gola ist es eine private Gesellschaft, die von der Gemeinde Urzulei, auf deren weitläufigen Gemeindegebiet die Goal liegt, beauftragt wurde. Mit knapp 700 Einwohnern, verfügt Urzulei allerdings nur über ein begrenztes Budget – und über unendlich viel Natur.

      Man kann ja einfach mal hochrechnen, wie viele Touristen täglich in die Gola wandern müssten, damit da ein nennenswerter Betrag in den fünf, sechs Monaten Saison zusammenkommt. Die aktuellen Einnahmen reichen für das Notwendige (siehe oben). Wir können uns vorstellen, dass es einiges zu kontrollieren und zu säubern gibt. Je mehr Besucher, desto mehr herum liegendes Plastik oder gar Glasflaschen, Picknickreste – das ist die andere Realität. In Wirklichkeit zahlt man also nicht für den Moment, sondern vielmehr für die Erhaltung und die Schönheit dieses Platzes in der Zukunft. Ein Argument, das leider viel zu selten zieht.

      Nichtsdestotrotz: Die Einrichtung von Wanderwegen im Supramonte entlang der SS 125 ist, das wissen wir aus anderer Quelle, geplant. Jedoch auch aus Eigeninteresse der Gemeinden in solchen Gebieten, die bislang wenig frequentiert ist – weil man dort erstens immer wieder Leute retten muss und zweitens hofft, die Bergregionen für den Tourismus attraktiver zu machen. Ob die Gola zu dem Projekt gehört, wissen wir leider nicht mehr aus dem Kopf, ist aber wahrscheinlich. Dafür wird aber ein zusätzliches, fünfstelliges Budget sowie zusätzliche Stellen bei den Corpo Forestale der Gemeinden Urzulei, Baunei und Dorgali benötigt. Das Projekt ist bei der Region Sardinien beantragt und bisher nicht bewilligt. Die Finanzkrise ist auf Sardinien um einiges handfester als in Deutschland, habt da einfach ein bisschen Verständnis, wenn nicht alles so durchgestylt ist, wie zuhause oder wie erwartet. Hat ja auch seinen Charme.

      Was eine gute Beschilderung betrifft – da ist Sardinien insgesamt tatsächlich vielerorts unorganisiert. Ob das aber gut oder schlecht ist, sei dahingestellt – denn unberührte Natur heißt für viele Reisende auch, sich frei und ohne Zäune bewegen und die Gegend mit Kompass, allen fünf bis sechs Sinnen und anhand alter Hirtenpfade und natürlicher Spuren erkunden zu können. Trekking schärft den Verstand und die Sinne und fordert den Körper. Auf Sardinien ist das Erlebnis vielerorts noch möglich – eine Seltenheit auch in Europa.

      Wir sind selbst geteilter Meinung, was besser ist: Wenn wir irgendwo noch nie waren, oder einfach nur so durch die Natur stapfen wollen, wünschen wir uns auch breite, klare Pfade. Manchmal will man ja gar nicht fünf Stunden lang wachsam sein. Aber meistens sind wir sehr froh, dass da keine sind – weil dann das ganze Territorium offen steht. Dann ist es möglich, die Natur in ihrer ganzen Stille und Größe zu genießen, mit dem Gefühl von wahrer Exklusivität und einfachem Glück.

      Aber, natürlich extrem wichtig: Vorsicht. Und Vorbereitung – anhand seines eigenen Könnens und Fitnessgrades. Jeder zivilisationsverwöhnte Mensch (auch wir) muss sich erstmal an das Gelände und die bedingungslose Natur gewöhnen. Da gibt’s oft weder Handy-Empfang noch Wasserquellen. Auch in diesen Hinweis stimmen wir denn gern ein: ohne ausreichend Wasser, ohne passende Ausrüstung sollte niemand den Weg hinunter gehen. Den Weg vorher auf einer Karte anzusehen, schadet auch nicht.

      Vielen Dank an Euch für den wichtigen Hinweis, den Weg ab Genna Silana nicht mit kleinen Kindern zu gehen. Für Familien ist die Gola tatsächlich über den Weg von Dorgali aus leichter zu erreichen. Über eine Schotterstraße kann man ein gutes Stück mit dem Auto fahren, der Weg ist sogar „rentnertauglich“, wie uns ein befreundetes Ehepaar um die siebzig (das allerdings regelmäßig wandert) verriet.

      Aber langsam ist genug geplappert, schwarzes Schaf … 😉

      Natürlich würden wir diese Geschenke der Natur weiter gern als Geschenke entgegen nehmen. Allerdings gibt es hunderte anderer Geschenke auf der Insel, die völlig frei zugänglich sind. Wenn wir unter alles einen Strich machen, ist die Welt in Ordnung. Und wenn wir fünf Taler auf dieser Insel irgendwo gut angelegt finden, dann in der Gola di Gorroppu 🙂

      Quelle: http://gorropu.info/info

      Reply
  4. Christian

    26. März 2014 at 20:29

    Hallo,

    sehr toller Bericht – vielen Dank. Der Artikel hat mir so gut gefallen, dass wir uns die Tour bei unserem Sardinien-Trip nächste Woche auch keinesfalls entgehen lassen wollen. Ich hätte da noch eine Frage bezüglich des Weges zur Schlucht: ist der Weg am Flußlauf entlang weniger anstrengend bezüglich Höhenmeter und Laufstrecke/Dauer? Und wie finde ich den Weg am besten (oder ist dieser so gut ausgeschildert, dass ich ihn auf jeden Fall finde?=

    Besten Dank schonmal für die Antwort

    Reply
    • nicole

      26. März 2014 at 21:20

      Hallo, das wird super, versprochen!

      Der Weg von Dorgali ist leicht zu finden, ca. 2-3 km hinter dem Dorf an der SS 125 nach Baunei sind mehrere Schilder nach rechts ab in das Tal (Valle di Oddoene*), das sich dort ausbreitet. Ein Schild zeigt zur „Gola Gorroppu“, eine kleine Serpentinenstraße führt hinunter in das Tal. Zur groben Orientierung: Die Gorroppu-Schlucht ist quasi genau am anderen Ende des Tales, man muss es also einmal der Länge nach durchqueren. Mit dem Auto sind es ca. 10 km, Schildern oder dem Gefühl folgen. Sarden und Schilder, die haben eher ein ambivalentes Verhältnis … 😉 … insofern nehmt am besten auch ne Karte mit (die Flughafenbuchhandlung ist wenn sie frisch beliefert ist, ganz ordentlich sortiert). Dann kommt Ihr an einen kleinen Parkplatz bis an den Flusslauf des Riu Flumineddu (je nach Jahreszeit trägt er aber kaum Wasser).

      Der Weg zur Schlucht ist ohne nennenswerte Höhenmeter in knapp einer Stunde machbar, schnelle Wanderer sind in 45 Minuten am Eingang der Schlucht. Wegweiser braucht man hier auch nicht – man nimmt das Flusslauf als Orientierung, und geht immer der Nase nach. Der Weg ist eigentlich deutlich. Es kann nur sein, dass hier und da noch Spuren des Unwetters und der Überschwemmungen aus November 2013 zu sehen sind (http://pecora-nera.eu/nach-dem-unwetter-vorsicht-auf-den-treks/). Der Weg von Dorgali ist auch deswegen im Moment der sicherere.

      Ach so, Schutzgebühr 5 Euro pro Nase mitnehmen, eventuell ist dort aber auch noch niemand vor Ort zum Abkassieren, ist ja noch Nebensaison. Oben an der SS 125 ist übrigens das Campo Base Gorroppu, wo Ihr Infos, Karten und auf Wunsch auch einen Guide bekommt und schonmal von oben in Richtung Schlucht gucken könnt – traumhafter Ausblick. In der letzten Woche war das allerdings auch noch geschlossen (http://gorropu.info/punto-panoramico-gorropu).

      Habt einen tollen Ausflug, viel Spaß auf der Insel, und falls Ihr sonst noch was fragen mögt: beeeh@pecora-nera.eu

      * Im Valle di Oddoene unten wächst übrigens super Wein, ein paar feine private Weingüter produzieren richtig nette Tropfen (gibt’s natürlich auch in der Enoteca – aber hier kann man auch direkt von privat kaufen. Falls Ihr also irgendwo ein Verkaufsschild mit „Vino“ findet, schaut ob jemand da ist – der offene Landwein kommt zwar auch mal in ner Plastikflasche oder -kanister, aber ist in den meisten Fällen besser als so mancher mittelklassiger aus dem Supermarkt. Und manchmal ist eine echte kleine Perle dabei.

      Reply
      • Christian

        1. April 2014 at 19:48

        Vielen Dank für die ausführliche und sehr hilfreiche Antwort. Jetzt kann der Urlaub kommen. Morgen gehts endlich los. Wenn das Wetter noch passt wird es sicher herrlich.

        Beste Grüße

        Reply

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