Frühling – beste Zeit zum Kanufahren! Wir waren mit einer Gruppe auf dem Fluss Cedrino im Supramonte unterwegs. Hier die Eindrücke eines grandiosen Tages!

Copyright: Manuela Farina (Associazione Culturale Terranova)Mehr oder weniger pünktlich finden wir uns am gewohnten Treffpunkt in Olbia ein – bereit für einen neuen Tag, den wir voller Enthusiasmus mit den Freunden der Associazione Culturale Terranova verbringen wollen.

Der Tag verheißt nur Gutes, der Himmel ist klar und die gesamte Mannschaft setzt sich in Bewegung… Unser Ziel sind die Quellen von “Su Gologone”.

Bei unserer Ankunft warten wir, bis sich der Vorsitzende der Associazione von der physisch guten Verfassung der Gruppe von zünftigen Kanuten überzeugt hat. Er entscheidet sich, der Spur von Luca zu folgen und von einem Pfad oberhalb des Flusslaufs in den Bergen über uns zu wachen – und das, obwohl unsere Tour 25 km lang ist.

Wir sind voller Vorfreude, uns aber der Gefahren bewusst, die mit dieser Art der Fortbewegung einhergehen. Wir vergewissern uns dessen noch einmal auf dem Weg zu den Quellen, wo wir auf weitere Freunde treffen. Am nun schon legendären ‘Kiosk’ erhalten wir die Ausrüstung, die wir für die Navigation brauchen und die weniger erfahrenen Teilnehmer bekommen eine Einweisung.

Wir sind so weit! …. Einer nach dem anderen schlittern wir mit einem Kayak auf den Fluss … einige Minuten braucht jeder, um das Boot richtig zu trimmen und dann geht es richtig los! Wir sind unterwegs in “indianischer Aufreihung” oder zumindest versuchen wir es, da wir als Naturliebhaber nicht darauf verzichten können, uns in dem frischen Laub und Zweigen zu verfangen, das das Flussbett einrahmt.

Wir paddeln ein bisschen und ganz langsam wird der Fluss größer und gibt uns mehr Platz an uns Kanuten. Wir werden angeführt von Sebastiano und am Schluss Mirta, die das Duo Luca&Luka vertreten.

Der Fluss wird immer größer und vor uns erstreckt sich ein atemberaubendes Szenario, charakterisiert durch Säulen aus Basalt, die aussehen, als würden sie auf das Gewässer blicken…… Friedliche Stille und Beschaulichkeit umgeben uns. Gestört werden wir nur von piratengleichen Angriffen einiger Mitfahrer (weil sie die Spur nicht halten können oder wollen), die sich gegen die einzelnen Boote richten; einige kippen bei dem Spaß sogar fast um.

Zwischen lautem Lachen und einem weiteren Aufprall gegen ein Doppelkayak, das aber keine Probleme mit der Koordination hat, fahren wir weiter im Zickzack von einem Ufer zum anderen, dem Flusslauf folgend. In der Mitte eines Sees treffen wir zwei weitere Freunde, die aus Richtung Dorgali kamen.

Wir sind nun alle eins mit unseren Kayaks, der See ist wie aus Öl gegossen und wir genießen es, ihn zu überqueren. Wir fahren in Richtung einer Abzweigung, die uns zum ‘rio Flumineddu’ bringen soll.

Das Panorama vor uns verändert sich mit jedem Paddelschlag, wir alle fahren mit offenem Mund, staunend über die unberührte Natur und die Schönheit des Canyons aus Kalkstein, den der Fluss gegraben hat. Wir erreichen den Flumineddu und lassen dann bald die Kayaks stehen, um zu Fuß zu einem kleinen See zu gehen, in dem wir baden und an dem wir pausieren können.

Der Aufstieg führt kurz entlang des Flusses und die ganz Wagemutigen probieren, mit nackten Füßen über Kiesel und Kalkstein im Wasser zu laufen. Forellen schwimmen zwischen unseren Beinen, die sich von der Sonne wie gekocht anfühlen. Der Hunger meldet sich, aber die Lust, in das frische Wasser des Sees einzutauchen, siegt. Und das Warten ist es wert…

Das Erfrischungsbad mit Hydromassage in diesem natürlichen Wellnesszentrum des Flusses macht uns wieder fit. Gierig und in einem Augenblick verschlingen wir alles Essbare, was unsere Rucksäcke hergeben.

Was gibt es Schöneres, als sich wie die Eidechsen in der Sonne zu lümmeln. Und das in einem so exklusiven Szenario – wie in einem Spa!

Schließlich erreichen uns auch Luka, Luca und der Vorsitzende, ein wenig gezeichnet von dem unwegsamen, improvisierten Pfad, den sie gehen mussten, statt mit uns im Kanu zu fahren. Wir haben ihnen diesen Weg sicher nicht empfohlen… Ungeduldig erwarten wir auch den viel gelobten Nachtisch, und Luca verspricht, dass wir bei unserer Rückkehr Kringel bekommen.

Dann teilen wir uns wieder. Wir paddeln ganz entspannt, fühlen uns aber wie der Olympiasieger Antonio Rossi, wie echte Kanu-Profis! Wir verabschieden uns wieder von den Freunden, die in Richtung Dorgali fahren und setzen unsere Fahrt fort. Von hier aus kann man noch die kleine Kirche von San Pantaleo besuchen, von der aus man einen 360-Grad-Panorama-Blick auf den Cedrino hat.

Wieder Pausenzeit. Wir entzaubern den Mythos, dass nur das Meer hungrig macht. Die Müdigkeit verfolgt uns und auch die beiden Kinder, die mitfahren, lassen jetzt Mama und Papa paddeln. Wir genießen die Fahrt und die Seelenruhe, die der Ort an uns weitergibt, die Rückfahrt ist sehr gemütlich.

Gegen 19 Uhr ist der Ausflug vorbei, wir sind alle äußerst zufrieden und glücklich über den wunderbaren Tag, den wir verbracht haben. Die Freunde erwarten uns wie immer warmherzig und wir unterhalten uns, während wir auf die anderen warten. Und welche Überraschung – sie haben ihr Versprechen gehalten! Das Warten hat sich gelohnt: Die Kringel sind sehr gut und den Titel “Großer Kringel” kann dir niemand mehr nehmen!

VIELEN DANK AN ALLE FÜR DEN WUNDERVOLLEN TAG!
Bis zum nächsten Mal,
Lucia.

Schafige Redaktionsanmerkung:

  • Dieser Artikel ist übersetzt aus dem Italienischen. Er wurde ursprünglich verfasst von Lucia Muzzu für die Associazione Culturale Terranova. Einige Passagen sind für die mitreisenden Kanufahrer klar, aber für unsere Leser kaum sinnvoll einzuordnen. Daher haben wir uns erlaubt, sie zu vereinfachen (natürlich ohne den Sinn zu entstellen) oder sie einfach so stehen lassen. Wir hoffen trotzdem, die Eindrücke trotzdem gut und richtig wiederzugeben.
  • Copyright Fotos: Manuela Farina; Quelle: Associazione Culturale Terranova
  • Vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!

 

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