Vor allem für alle, die das erste Mal mit dem Wohnmobil durch Sardinien tingeln, sind Tipps aus erster Hand unheimlich hilfreich. Insidertipps für Camper findest du in diesen selbst „erreisten“ Tipps des schwarzen Schafs und hier folgst du ihm auf seiner Rundreise.

Außerdem haben wir zwei gefragt, die sich auskennen müssen: Mandy und Lucio vermieten privat Wohnmobile auf Sardinien.

Hier sind ihre persönlichen Insidertipps für Camper:

Was muss ich über Sardinien wissen, bevor ich mit dem Camper losfahre?

Mandy: Grundsätzlich ist Sardinien eine sehr camperfreundliche Insel und verfügt mit über 200 Stell- und Campingplätzen über eine sehr gute Infrastruktur. Hier ist jedoch zu beachten, dass die Westküste (südlich von Alghero) grundsätzlich touristisch sehr gering erschlossen ist und es hier auch nicht so viele Stell-und Campingplätze gibt. Wer die Ruhe und das echte sardische Leben geniessen möchte, ist hier aber genau richtig.

Lucio: La Sardegna può essere scelta sia per stare in spiaggia che per vedere musei, dumus de janas, dolmen, tombe dei giganti, i villaggi nuragici (più adatti ad allegre e rilassate famiglie); ma anche per praticare sport fuoriporta: l’arrampicata, la speleologia, si può fare kayak (ad esempio nel fiume cedrino), trekking quasi in tutta l’Isola e canyoning (forse fra i più lunghi, suggestivi e panoramici segnalo quello di Pentumas a Oliena). Se praticate queste attività portatevi l’attrezzatura giusta per godere di paesaggi unici e rari. Guide turistiche e scarponi diventano i migliori strumenti per i visitatori che si preparano a girare per la Sardegna. Prima di partire in camper è utile anche sapere che questa terra è ricca d’acqua, non di rado si trovano fontane in quasi tutti i paesi.

(Übersetzung: Auf Sardinien kannst du sowohl am Strand bleiben, als auch Museen anschauen, Domus de Janas, Gigantengräber, nuraghische Dörfer (besonders empfehlenswert für fröhlich-entspannte Familien). Aber auch um außergewöhnlichen Sport zu treiben: Klettern, Höhlentauchen, Kayak fahren (zum Beispiel auf dem Fluss Cedrino), Trekking quasi überall auf der Insel, Canyoning (die vielleicht längste und beste Möglichkeit mit einem tollem Panorama ist Pentumas bei Oliena). Für diese Aktivitäten müsst ihr die richtige Ausrüstung mitbringen, um diese einzigartigen und seltenen Plätze zu genießen. Einheimische Guides und gute Schuhe sind die beiden besten Dinge, um sich als Besuchern darauf vorzubereiten, Sardinien zu erkunden. Bevor ihr im Camper losfahrt ist auch nützlich zu wissen, dass Sardinien viel Wasser hat und nicht selten finden sich in den Dörfern und Städten öffentliche Quellen für den Wasservorrat.

Typisch für Sardinien: Domus de Janas

Typisch für Sardinien: Domus de Janas

(Lucio gerät ins Schwärmen 🙂 …) Le spiagge selvagge e solitarie del Golfo di Orosei, fatte ora di sabbia finissima, ora di ciottoli levigati dai fiumi carsici durante le piene invernali, sono motivo di attrazione, un esempio tipico e la spiaggia di Cala Luna nel Golfo di Orosei. I camper talvolta riescono ad avvicinarsi proprio sul mare (ad esempio nella spiaggia di Sas Linnas Siccas, frazione di Orosei), in moltissimi casi non si paga niente, in tanti altri (e sopratutto nella stagione estiva) si paga il parcheggio. La stagione estiva finisce a ottobre (ma in Sardegna il clima è sempre favorevole), mese ideale, sia per il clima che per il fatto che ci sono meno turisti. Bisogna anche sapere, purtroppo, che in Sardegna ci son poche strade, che talvolta le segnalazioni son fatte male, e che prima di partire è consigliabile fare un primo riassunto sui percorsi da affrontare rispetto alle tappe desiderate. Il mare, poi, grande risorsa per questa terra, dona del buon pesce fresco tutto l’anno, consiglio i piatti tipici delle molteplici zone costiere (ad esempio da non perdere è la fregola, un primo tipico associato a vari condimenti, sopratutto di mare). Nell’entroterra invece abbondano prodotti di pastori e agricoltori, anche qui ogni zona ha le sue peculiarità e specialità. Un vivo consiglio e pensiero degno da mettere in conto prima di partire è l’assecondare con tappe d’obbligo (insomma obbligatevi, piuttosto che usare sempre la cucina da campeggio) a celebrare l’arte culinaria sarda e la sua tipicità, da conoscere e apprezzare presso gli innumerevoli agriturismi tipici. Non quindi solo il famoso porcetto arrosto ma prodotti caseari anche unici (ad esempio sa vrughe, un dessert tipico della barbagia) pane, olio, miele, vino, dolci che talvolta diventano vere e proprie opere d’arte.

(Übersetzung: Dann sind da die naturbelassenen und einsamen Strände am Golfo di Orosei, mit feinstem Sand, werden im Winter und Frühling von Flüssen aus dem Karstgebirge erreicht – ein gutes Beispiel dafür ist die Cala Luna im Golfo di Orosei (Anm. der Redaktion: erreichbar nur zu Fuß von Land oder per Boot). Mit dem Camper kann man an ein paar Strände direkt heranfahren (z. B. der Strand von Sas Linnas Siccas bei Orosei). Oft zahlt man nichts, ein anderes Mal (vor allem in der Sommersaison) bezahlt man für den Parkplatz. Die Sommersaison endet im Oktober (aber in Sardinien ist das Klima quasi immer angenehm), ein idealer Monat, sowohl aus klimatischer Sicht, als auch deshalb, weil weniger Touristen unterwegs sind. Man muss allerdings auch wissen, dass es in Sardinien nicht viele Straßen gibt und leider auch die Beschilderung oft schlecht ist. Bevor ihr losfahrt ist es also ratsam, sich über die Wege genau zu informieren und die Routen gut zu planen. Das Meer, eine wertvolle Ressource für unser Land, schenkt guten frischen Fisch das ganze Jahr über. Ich empfehle unbedingt die Spezialitäten, die es an der Küste gibt (nicht zu versäumen sind die Fregola, ein typisches sardisches Pastagericht, besonders gut mit Zutaten aus dem Meer). Im Hinterland hingegen sorgen Hirten und Bauern für eine reichhaltige und abwechslungsreiche Küche, jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. Eine warme Empfehlung bevor Sie wieder abreisen, ist, einige Etappen und Ausflüge einzuplanen (und das ist quasi Pflicht, statt nur die Küche des Campers zu benutzen) und die kulinarische Vielfalt und Einzigartigkeit Sardiniens zu zelebrieren, zum Beispiel in den zahllosen Agriturismi mit landestypischer Küche. Nicht nur das berühmte gegrillte Ferkel / porcetto arrosto sondern auch die auf Käse basierenden Gerichte (zum Beispiel „sa vrughe“, eine typische Nachspeise der Barbagia) … Brot, Öl, Honig, Wein, und die Arten von Gebäck, die manchmal echte Kunstwerke sind.

Gibt es eine Route die besonders schön ist und die du mir für den ersten Tag empfiehlst?

Mandy: Es kommt erst einmal darauf an, wo auf Sardinien man anreist. Zu empfehlen ist es auf jeden Fall sich vorher etwas mit der Umgebung zu befassen. Man sollte auch gar nicht gleich eine lange Tour planen, sondern einen netten Platz in der Nähe auswählen und sich während des Urlaubes ruhig treiben zu lassen. Innerhalb von 15-20 Minuten von jedem Fähr-oder Flughafen auf der Insel entfernt, ist man für den 1. Tag schon am Ziel. Sardinien hat über 2000 Küstenkilometer und hinter jeder Kurve gibt es etwas Neues zu entdecken.

Puoi consigliare un itinerario particolarmente bello e interessante per il primo giorno?

Lucio: L’itineraio più bello che posso consigliare è on the road (dalla quale anche in lontananza si vede il canyon Gorropu), transitare col proprio camper sulla strada orientale sarda che attraversa un pezzo del Supramonte, fra calcare, granito, boschi di lecci, e in particolare quel tratto che unisce il paese di Orosei e le sue lunghissime spiagge con la deliziosa Santa Maria Navarrese, frazione del paese di Baunei. E‘ un percorso tanto tortuoso quanto panoramico, ed è tipico vedere gruppi di motociclisti in primavera, sopratutto tedeschi e francesi, ondeggiare con le loro due ruote fra le innumerevoli curve che lo contraddistinguono. Si alternano paesaggi montani, aspri e incontaminati a spiagge talvolta deserte e rustiche, tipiche dell’isola, contorniate da ginepri e tassi forgiati dal vento.

(Übersetzung: Die schönste Route, die ich mit dem Camper empfehlen kann, ist entlang der „Orientale Sarda“, die einen Teil des Supramonte durchquert (von ihr sieht man in einiger Entfernung auch den Canyon Gorropu), zwischen Karstgestein, Granit und Steineichenwäldern. Es ist speziell dieser Abschnitt, der Orosei mit seinen langen Stränden mit dem hübschen Ort Santa Maria Navarrese und Baunei verbindet. Es ist eine kurvige und panoramareiche Straße, im Frühling bei deutschen und französischen Motorradfahrern beliebt, die auf ihren beiden Rädern die unzähligen urven nehmen, die diese Strecke charakterisieren. Bergige Landschaften wechseln sich mit naturbelassenen Abschnitten mit Weitblick ab. Hier finden sich auch einige verlassene und rustikale Strände, mit – typisch für die Insel – vom Wind geformten Bäumen.

Punta Cusidore - von Oliena aus gesehen

Punta Cusidore – von Oliena aus gesehen

Welches sind deine Lieblingsorte auf Sardinien – in der Nähe und inselweit – und warum?

Mandy: Lieblingsorte? – das ist wirklich eine sehr schwere Frage. Sardinien ist überall wunderschön. Jede Gegend hat ihren ganz eigenen Charme und natürlich spielen die jeweiligen Jahreszeiten auch eine grosse Rolle. Ich persönlich kann mich da nicht festlegen. Für mich ist ganz Sardinien mein Lieblingsort.

Quale sono i tuoi luoghi preferiti in Sardegna, nelle tue vicinanze e in tutta l’Isola?

Lucio: I miei luoghi preferiti in Sardegna giacciono nel Supramonte, forse perchè ci sono nato, forse perchè amo pensare che sia la parte più bella, affascinante, misteriosa e mistica dell’Isola; son quelli dove vedo luccicare il grigio del calcare al sole, durante i tramonti son chiari richiami alle luci delle Dolomiti (le Dolomiti sarde appunto), nella fattispecie mi incanta la punta Cusidore, e tutto il costone di pareti che va da Punta son Nidos, a Oliena, fino alle sorgenti di Su Gologone, (dove fra l’altro la sosta camper è libera e l’acqua è sempre fresca e abbondante). Con i suoi 400 metri di sviluppo, Cusidore, è una parete rocciosa calcarea, tanto amata dai suoi abitanti che coltivano ai suoi piedi la vite e l’ulivo. E‘ famosa anche fra scalatori, speleologi ed escursionisti di tutto il mondo. Dietro Punta Cusidore c’è anche una bellissima valle: la valle di Lanaitho, che sembra il gran canyon del Verdon, dove si possono visitare villaggi nuragici (Sa Sedda e sos Carros, il villaggio nuragico di Tiscali e la grotta Corbeddu https://www.sardegnaturismo.it/it/esplora/grotta-corbeddu). Fra le tante grotte presenti in valle (Sa oche, Su Bentu, Sas Ballas, Elihes Artas, Voragine di Tiscali, tutte di inestimabile bellezza, alcune parzialmente inesplorate e visitate da affascinati ed insaziabili speleologi e ricercatori). Poco distante dalla Valle di Lanaitho, cioè dietro il costone verso il mare è presente un’altra valle, Oddoene, sita nel territorio di Dorgali, anch’esso un paese ricco di storia e cultura barbaricina. Nella Valle di Oddoene c’è uno dei canyon più alti e spettacolari d’Europa, la gola di su Gorropu.

(Übersetzung: Meine Lieblingsorte in Sardinien sind im Supramonte, vielleicht weil ich dort geboren bin, vielleicht weil ich ihn liebe und finde, dass er der schönste, faszinierendste, mysteriöseste und mythischste Ort der Insel ist. Die Orte, wo ich das Grau des Gestens im Licht der untergehenden Sonne sehe, erinnern mich an die Dolomiten (es sind für mich die sardischen Dolomiten). Mich überwältigen die Punta Cusidore, und die Felswände zwischen Punta sos Nidos, nahe Oliena, bis zu der Quelle Su Gologone, (wo übrigens ein freier Stellplatz für Camper ist – und das Wasser ist immer frisch und reichhaltig). Über 400 Metern erstreckt sich di Wand des Cusidore, zu seinen Füßen bauen die Bewohner der Region Wein und Oliven an. Auch bei Kletterern ist der Berg beliebt, bei Höhlenforschern und Wanderern aus der ganzen Welt. Hinter der Punta Cusidore ist ein wunderschönes Tal, das Valle di Lanaitho, das mich ein wenig an den Canyon von Verdon erinnert. Hier sind einige nuraghische Stätten zu besichtigen (Sa Sedda e sos Carros, villaggio nuragico di Tiscali und die Grotte Corbeddu). Die vielen im Tal präsenten Grotten (Sa Oche, Su Bentu, Sas Ballas, Elihes Artas, Voragine di Tiscali, sind von unglaublicher Schönheit, einige noch teilweise unerforscht und in Begleitung von Höhlenforschern zu bestaunen. In der Nähe des Valle di Lanaitho, hinter der nächsten Bergwand in Richtung Meer, ist ein weiteres Tal, das Valle Oddoene bei Dorgali, mit der reichen Historie und Kultur der Barbagia. Vom Valle di Oddoene erreicht man einen der tiefsten und spektakulärsten Canyons in Europa, die Gola di su Gorropu.

Mandy und Lucio vermieten privat Camper auf Sardinien. Du findest ihre Wohnmobile bei Yescapa.

Ideal: Privat mieten und dann mit dem Camper durch Sardinien

Ideal: Privat mieten und dann mit dem Camper durch Sardinien

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